Le-gostein

Frage

Ich bin mir nicht sicher, wie die Silbentrennung von Legosteinen ist? Hat es nur zwei Silben?

Antwort

Sehr geehrte Frau S.,

das Wort Legostein hat drei Silben, die Mehrzahl Legosteine hat vier Silben:

Le-go-stein
Le-go-stei-ne

Im Prinzip kann man Eigennamen und Markennamen gleich wie andere Wörter trennen, wenn dies sinnvoll und nach den allgemeinen Trennregeln möglich ist. Auch Le-go darf also getrennt werden. Weitere  Bespiele:

Goe-the-haus
Düs-sel-dorf
Mo-sel-wein
Deut-sche Bank
Volks-wa-gen-werk
Raiff-ei-sen-bank
Mac-in-tosh
Mi-cro-soft o. Mic-ro-soft

Dennoch ist es hier zu empfehlen, wenn möglich erst nach Lego zu trennen. Der Text ist dann besser lesbar. Also besser

Lego-stein
Lego-steine

als:

Le-gostein
Le-gosteine

Die letzten Trennungen sind nicht falsch, aber ich würde beim Lesen wahrscheinlich zuerst einmal zweifeln, ob hier Werbe- oder Marketingfachleute aus irgendeinem Grund den Steinen für das japanische Brettspiel Go den französischen Artikel le verpasst haben: Le‑gostein! Es ist ja in den letzten Jahren sehr beliebt, mit Groß- und Kleinbuchstaben, (fehlenden) Leerzeichen, Satzzeichen usw. zu „spielen“, wenn neue Namen und Logos entwickelt werden (iPhone, WordNet, LeShop, ver.di, adidas, canoonet …). Ich übertreibe hier allerdings etwas mit dem Zweifel, denn meist verdeutlicht der Kontext, was gemeint ist, sodass es gar nicht zu solchen Fehlinterpretationen kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

2 Kommentare

  1. Antonius Reyntjes schreibt:

    November 11, 2012 um 01:03

    Verstanden: PHOE-nix-Reportagen ?

  2. Dr. Bopp schreibt:

    November 12, 2012 um 09:06

    Man muss beim Trennen manchmal tatsächlich aufpassen. Auch hier gilt allerdings, dass der „Humor“ im Kontext untergehen könnte:

    In einer Gasse entdeckten wir die kleine Backstube aus einer Phoe-
    nix-Reportage
    . Dort wurde Socca gebacken, die wir dann auch später
    am Markt probierten.