Karneval, Fasching Fas(t)nacht usw.

Herr G. hat mich gefragt, wie die Bezeichnung der Karnevals-, Faschings- resp. Fastnachtstage etwas vereinheitlicht werden könnte. Ich habe ihm darauf nicht allzu hilfsbereit (wofür ich ihn nochmals um Verzeihung bitte) geantwortet, dass ich eine Vereinheitlichung in diesem Bereich, der geradezu mit der Umkehrung der sonst geltenden Regeln zu tun hat und sehr regional geprägt ist, nicht für nötig halte. Hier eine Übersicht der gängigeren Namen:

Bereits hinter uns haben wir den Tag mit der größten Zahl verschiedener Bezeichnungen:

Weiberfasching, Wieverfastelovend, Fettdonnerstag, Schwerdonnerstag, Weiberfasnet, Altweiberfasching, Altweiberfastnacht, Schmutziger Donnerstag

Heute ist:

Rußiger Freitag, Karnevalsfreitag, Faschingsfreitag, Fastnachtsfreitag

Morgen haben wir dann:

Schmalziger Samstag, Nelkensamstag, Karnevalssamstag, Faschingssamstag, Fastnachtsamstag

Danach wird Auswahl an verschiedenen Bezeichnungen immer geringer. Auf den

Tulpensonntag, Karnevalssonntag, Faschingssonntag, Fastnachtssonntag

folgen:

Rosenmontag, Karnevalsmontag, Faschingsmontag, Fastnachtsmontag

Veilchendienstag, Karnevalsdienstag, Faschingsdienstag, Fastnachtsdienstag

Aschermittwoch

Da ich aus einer Region ohne Fastnacht komme und in einer Region ohne Karneval wohne, bin ich alles andere als ein Faschingsspezialist. Ich übernehme deshalb keine Verantwortung für die Korrektheit und Vollständigkeit der oben stehenden Liste und entlasse nun alle Narren und Närrinnen ins Narrentreiben und die anderen in ein hoffentlich schönes Wochenende.

Mit dem in Ihrer Region üblichen Narrenruf und einem freundlichen Gruß

Dr. Bopp

4 Kommentare »

  1. Shen Lin-Percz schreibt:

    März 8, 2019 um 18:31

    Ich wohne in Sachsen, wo es weder Fastnacht noch Karneval gibt.

    Mein Sohn wollte sich bei der Fasching-Feier im Kindergarten unbedingt als Hexe bekleiden. „Hexe? Es ist aber kein Halloween! “ sagte ich. Ich habe keine Ahnung, was man sich bei Fasching bekleiden kann / soll.

  2. Christian schreibt:

    März 12, 2019 um 14:24

    @Shen: Bei der Faschings-Feier kann sich jede(r) nach Lust und Laune verkleiden, sofern nicht ein bestimmtes Motto (Piraten, Afrika, Indianer usw.) vorgegeben wird. In unserer Gegend (Tirol, Land im Gebirge) ist beim „traditionellen“ Faschingsgeschehen meist eine Darstellung des Kampfes Winter gegen Frühling eingebaut. Ob das dann Hexen, Bären, Scheller, Wampeler, Tuxer oder sonstige Figuren sind, ist von Ort zu Ort verschieden. Aber bei den nicht-traditionellen Faschingsfeiern gilt das obige.

    @Dr. Bopp: In der vierten Zeile oben hat sich ein überzähliges „nicht“ eingeschlichen.

    P.S.: Bei uns (im Tiroler Unterland) ist der Faschingsdonnerstag kurz und schlicht der „Unsinnige“.

  3. Dr. Bopp schreibt:

    März 12, 2019 um 19:51

    Ob als Hexe, Pirat, Geist, Steward, Punk oder was auch immer, verkleiden darf man sich tatsächlich so, wie man will (vorgegebene Motto ausgenommen). Halloween hat damit nichts zu tun, weder im positiven noch im negativen Sinne.

    @Christian: Danke für den Hinweis. Das überflüssige nicht ist gelöscht.

  4. Rolf schreibt:

    März 14, 2019 um 11:32

    „vorgegebene Motto ausgenommen“

    Aber in der Zeit der Narren, wo normalerweise Regeln nicht gelten, sollte man da nicht so kleinlich sein. Wenn das Motto „Raumfahrt“ ist, dann kommt der Bub, der Hexe sein will, eben als „Mondhexe“.

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