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	<title>Fragen Sie Dr. Bopp! &#187; Allgemein</title>
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	<description>Deutsche Rechtschreibung und Grammatik</description>
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		<title>Wenn Carne sich auf Sahne reimt</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 13:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aussprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In der deutschen Standardaussprache wird das r am Endrand der Silbe ja von vielen vokalisiert (als Selbstlaut ausgesprochen): wer = [we:ɐ] ihr = [i:ɐ] Wort = [woɐt] Wurst = [wuɐst] Nach einem a lassen manche das r sogar ganz wegfallen: wahr = [wa:ɐ] oder [wa:] Da ich ursprünglich aus einer Ecke des deutschen Sprachraums stamme, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der deutschen Standardaussprache wird das r am Endrand der Silbe ja von vielen vokalisiert (als Selbstlaut ausgesprochen):</p>
<blockquote><p>wer = [we:ɐ]<br />
ihr = [i:ɐ]<br />
Wort = [woɐt]<br />
Wurst = [wuɐst]</p></blockquote>
<p>Nach einem a lassen manche das r sogar ganz wegfallen:</p>
<blockquote><p>wahr = [wa:ɐ] oder [wa:]</p></blockquote>
<p>Da ich ursprünglich aus einer Ecke des deutschen Sprachraums stamme, in der man das r fröhlich rollen lässt, kommt mir diese letzte Ausspracheweise, das heißt das gänzliche Weglassen des r, immer irgendwie „<a href="http://canoo.net/blog/2011/02/27/herbert/">extrem</a>“ vor. Seit dem vergangenen Wochenende weiß ich aber endgültig, dass man hier nicht mehr von „extrem“ sprechen kann. Im WDR-Radio hörte ich einen Schlager, in dem die Liebe anhand von verschiedenen Gerichten erklärt wird. Mein Ohr blieb bei den letzen beiden Zeilen des Refrains hängen:</p>
<blockquote><p>Ich find dich schärfer als Chili con Carne<br />
und noch viel süßer als Erbeer’n mit Sahne.</p></blockquote>
<p><em>Chili con carne </em>reimt sich hier auf <em>Erdbeeren mit Sahne</em>. Wenn das „ungestraft“ durchgeht, ist der fortschreitende Schwund des r nicht mehr zu stoppen. Ich fange deshalb schon einmal an, die Aussprache <em>Tschili kon Kahne</em> zu üben &#8230;</p>
<p>Das allerschönste Kompliment dieser kulinarischen Liebeserklärung findet man übrigens (mit einwandfreiem Binnenreim) in der zweiten Strophe <a href="http://www.youtube.com/watch?v=igN0d-C0o1g">dieses Schlagers</a>:</p>
<blockquote><p>Ich find dich schöner als ’n Döner</p></blockquote>
<p>Wer könnte einem solchen Kompliment widerstehen!</p>
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		<title>Blogspektrogramm 13</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/05/14/blogspektrogramm-13/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 06:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die dreizehnte Ausgabe des Blogspektrogramms finden Sie diesen Monat im Texttheater. Auch diesmal wird wieder auf Interessantes und Lesenwertes zur deutschen Sprache hingewiesen. Mehr dazu, wie bereits gesagt, in Kilian Evangs Texttheater. Viel Spaß beim Lesen! Frühere Ausgaben: Blogspektrogramm 12 Blogspektrogramm 11 Blogspektrogramm 10 Blogspektrogramm 9 Blogspektrogramm 8 Blogspektrogramm 7 Blogspektrogramm 6 Blogspektrogramm 5 Blogspektrogramm 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die dreizehnte Ausgabe des Blogspektrogramms finden Sie diesen Monat im <a href="http://texttheater.net/blogspektrogramm-13">Texttheater</a>.</p>
<p><a href="http://texttheater.net/blogspektrogramm-13"><img title="blog-spektrogramm_150" src="http://canoo.net/blog/wp-content/uploads/2011/07/blog-spektrogramm_150.png" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Auch diesmal wird wieder auf Interessantes und Lesenwertes zur deutschen Sprache hingewiesen. Mehr dazu, wie bereits gesagt, in Kilian Evangs <a href="http://texttheater.net/blogspektrogramm-13">Texttheater</a>. Viel Spaß beim Lesen!</p>
<p>Frühere Ausgaben:<br />
<a href="http://schplock.wordpress.com/2012/04/21/blogspektrogramm-12/"> Blogspektrogramm 12</a><br />
<a href="http://lexikographieblog.wordpress.com/2012/03/19/blogspektrogramm-die-elfte-februar-2012/">Blogspektrogramm 11</a><br />
<a href="http://schplock.wordpress.com/2012/02/15/blogspektrogramm-10/">Blogspektrogramm 10<br />
</a><a href="http://texttheater.net/blogspektrogramm-9">Blogspektrogramm 9</a><br />
<a href="http://www.extraflach.de/blog/2011/12/16/blogspektrogramm-8/">Blogspektrogramm 8</a><br />
<a href="http://lexikographieblog.wordpress.com/2011/11/15/blogspektrogramm-die-siebte-oktober-2011/">Blogspektrogramm 7<br />
Blogspektrogramm 6</a><br />
<a href="http://schplock.wordpress.com/2011/09/15/blogspektrogramm-5/">Blogspektrogramm 5<br />
</a><a href="http://texttheater.net/blogspektrogramm-4">Blogspektrogramm 4<br />
</a><a href="http://www.extraflach.de/blog/2011/07/15/blogspektrogramm-3/">Blogspektrogramm 3</a><br />
<a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2011-06-15/blogspektrogramm-2">Blogspektrogramm 2 </a><br />
<a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2011-05-16/blogspektrogramm-1">Blogspektrogramm 1</a></p>
</div>
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		<title>Deutsch-französische Kontamination</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/05/12/deutsch-franzoesische-kontamination/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2012/05/12/deutsch-franzoesische-kontamination/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 10:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich hier von einer deutsch-französischen Kontamination rede, meine ich nicht eine zwischenstaatliche Verschmutzung, Verunreinigung oder Verseuchung irgendeiner Art. Es geht mir schon gar nicht darum, gegen Gallizismen (französische Lehnwörter) zu wettern. Gemeint ist eine bestimmte Art von Kontamination im Bereich des Wortschatzes. Man Bezeichnet mit diesem Begriff die Zusammenziehung zweier Wörter zu einem. Beispiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich hier von einer deutsch-französischen Kontamination rede, meine ich nicht eine zwischenstaatliche Verschmutzung, Verunreinigung oder Verseuchung irgendeiner Art. Es geht mir schon gar nicht darum, gegen Gallizismen (französische Lehnwörter) zu wettern. Gemeint ist eine bestimmte Art von Kontamination im Bereich des Wortschatzes. Man Bezeichnet mit diesem Begriff die Zusammenziehung zweier Wörter zu einem. Beispiele sind:</p>
<blockquote><p>jein <em>aus</em> ja <em>und</em> nein<br />
Gebäulichkeiten <em>aus</em> Gebäude <em>und</em> Baulichkeiten<br />
Eurasien <em>aus</em> Europa <em>und</em> Asien<br />
Brunch <em>aus</em> breakfast <em>und</em> lunch<br />
Denglisch <em>aus</em> Deutsch <em>und</em> Englisch<br />
Bollywood <em>aus</em> Bombay <em>und</em> Hollywood</p></blockquote>
<p>Mehr dazu <a href="http://canoo.net/blog/2008/03/15/jein/">hier</a>.</p>
<p>Wie komme ich auf dieses Thema und was ist nun mit der eingangs erwähnten deutsch-französischen Kontamination gemeint? Ein jüngeres bekanntes Beispiel einer Kontamination habe ich noch nicht genannt:</p>
<blockquote><p>Merkozy <em>aus</em> Merkel <em>und</em> Sarkozy</p></blockquote>
<p>Seit sich abzeichnete, dass Sarkozy die Präsidentschaftswahlen verlieren könnte, und noch mehr, seit sich dies bewahrheitet hat, machen sich viele Gedanken darüber, wie die deutsch-französische politische Zusammenarbeit innerhalb Europas aussehen wird. Dabei können verschiedene politische, wirtschaftliche und kulturelle Aspekte beleuchtet werden. Mir geht es um den unwichtigsten von allen: Wie werden die beiden (nicht?) zusammenarbeitenden Staatsleute Merkel und Hollande genannt werden. Es schwirren bereits Vorschläge herum:</p>
<blockquote><p>Horkel<br />
Merkande</p></blockquote>
<p>Ich bezweifle allerdings, dass sich eine dieser beiden Zusammenziehungen durchsetzen wird. Im Vergleich zu <em>Merkozy</em> sind sie weniger durchsichtig und vor allem weniger „zweisprachig“: <em>Merkozy</em> beginnt auch klanglich deutsch und endet französich. <em>Horkel</em> hingegen klingt von vorn bis hinten urdeutsch, nach altem Ackerbaugerät und Bauernmuseum. Bei Merkande wiederum denke ich eher an einen delikaten Speisefisch, der auf einem französischen Fischmarkt neben Hummern und Austern angeboten wird.</p>
<p>Die Zeit wird zeigen, ob meine Skepsis begründet war. Vielleicht schafft es ja auch eine dritte Kontamination; dann findet nächste Woche in Berlin das erste <em>Merkollande</em>-Treffen statt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Können deutsche Autos gehen?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/05/10/konnen-deutsche-autos-gehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 13:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Regionale Unterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Wortwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Wieso heißt es in Deutschland „Umgehungsstraße“? Bei uns in der Schweiz heißt es „Umfahrungsstraße“. Ein Auto fährt doch – oder geht es doch? Antwort Dass man in Deutschland Umgehungsstraße und nicht Umfahrungsstraße sagt, liegt daran, dass die Deutschen das Wort umgehen in diesem Zusammenhang ein bisschen anders, abstrakter verwenden als die Schweizer und die Österreicher. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Wieso heißt es in Deutschland „Umgehungsstraße“? Bei uns in der Schweiz heißt es „Umfahrungsstraße“. Ein Auto fährt doch – oder geht es doch?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Dass man in Deutschland <em>Umgehungsstraße</em> und nicht <em>Umfahrungsstraße</em> sagt, liegt daran, dass die Deutschen das Wort <em>umgehen</em> in diesem Zusammenhang ein bisschen anders, abstrakter verwenden als die Schweizer und die Österreicher. Mit <em>umgehen</em> kann nicht nur <em>um etwas herumgehen</em>, sondern auch <em>um etwas herumfahren</em> oder um <em>etwas herumverlaufen</em> gemeint sein. Auf gut „Deutschländisch“ kann man deshalb sagen:</p>
<blockquote><p>Wir umgehen die Stadt westlich auf der A 81.<br />
Die Schnellstraße umgeht das Dorf in einem weiten Bogen.</p></blockquote>
<p>Für deutsche Ohren klingt <em>Umgehungsstraße</em> also ganz normal, auch wenn man nicht zu Fuß, sondern im Auto auf ihr unterwegs ist. In der Schweiz und in Österreich versteht man das natürlich auch, man sagt aber:</p>
<blockquote><p>Wir umfahren die Stadt westlich auf der A3.<br />
Die Schnellstraße führt in einem weiten Bogen um das Dorf.</p></blockquote>
<p>Entsprechend heißt es dann nicht <em>Umgehungsstraße</em>, sondern <em>Umfahrungsstraße</em> (oder nach gut schweizerischer Orthografie <em>Umfahrungsstrasse</em>).</p>
<p>In Deutschland können Autos also auch nicht wirklich gehen, aber man kann in ihnen – sofern das Straßennetz es zulässt – einen Ort fahrend umgehen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum 101. Mal und die 1001. Nacht</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/05/07/zum-101-mal-und-die-1001-nacht/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2012/05/07/zum-101-mal-und-die-1001-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 17:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Sagt man hunderteinte oder hunderterste? Oder geht beides? Antwort Guten Tag B., Formen wie hunderteinte und hundertundeinte kommen zwar (regional?) vor, standardsprachlich heißt es aber hunderterste und hundertunderste. Auch bei der um zwei höheren Zahl sagt man „regelmäßig unregelmäßig“ hundert[und]dritte, und nicht hundert[und]dreite. Die Ordnungszahlen nach Hundertern und Tausendern werden also gleich gebildet wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Sagt man <em>hunderteinte</em> oder <em>hunderterste</em>? Oder geht beides?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p><strong> </strong>Guten Tag B.,</p>
<p>Formen wie <em>hunderteinte</em> und <em>hundertundeinte</em> kommen zwar (regional?) vor, standardsprachlich heißt es aber <em>hunderterste</em> und <em>hundertunderste</em>. Auch bei der um zwei höheren Zahl sagt man „regelmäßig unregelmäßig“ <em>hundert[und]dritte</em>, und nicht <em>hundert[und]dreite</em>. Die Ordnungszahlen nach Hundertern und Tausendern werden also gleich gebildet wie die der einfachen Zahlen:</p>
<blockquote><p>erste, hundert[und]erste, zweihundert[und]erste, tausend[und]erste<br />
zweite, hundert[und]zweite, zweihundert[und]zweite, tausend[und]zweite<br />
dritte, hundert[und]dritte, zweihundert[und]dritte, tausend[und]dritte</p></blockquote>
<p>Siehe auch <a href="http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Derivation/To-A/Zahlen/Ordinal.html  ">hier</a>. Sehr oft kommen diese Ordnungszahlen allerdings nicht vor. Hier dennoch ein paar Beispiele:</p>
<blockquote><p>Ich habe es dir schon hundertmal gesagt und sage es dir nun zum <em>hundertundersten</em> Mal: &#8230;!<br />
Er schoss den Anschlusstreffer in der <em>hundertersten</em> Minute.<br />
<em>Zweihunderterste</em> Durchführungsverordnung zur Luftverkehrsordnung<br />
(Es gibt sie wirklich, die <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/luftvodv_201/BJNR513110000.html">LuftVODV 201</a>!)<br />
Was geschah am Morgen nach der <em>tausendundersten</em> Nacht?</p></blockquote>
<p>Ich muss gestehen, dass ich die Antwort auf die letzte Frage nicht kenne. Ich habe zwar in „Tausenundeiner Nacht“ gelesen, aber bis zur Geschichte, die Scheherazade dem König in der <em>tausendundersten</em> Nacht erzählt, bin ich noch nie vorgedrungen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gibt es „wettbar“?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/05/03/gibt-es-wettbar/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2012/05/03/gibt-es-wettbar/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Unbekannte Wörter]]></category>
		<category><![CDATA[Wort unbekannt]]></category>
		<category><![CDATA[Wortbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Gibt es das Wort &#8220;wettbar&#8221;? Im Duden habe ich keinen entsprechenden Eintrag gefunden. Antwort Sehr geehrte Frau O., wenn ein Wort nicht im Duden (oder einem anderen Wörterbuch wie zum Beispiel Canoonet) steht, bedeutet das nicht unbedingt, dass es das Wort nicht gibt. Kaum jemand würde wohl behaupten, dass es die Wörter Badezimmertür, Abwaschbürste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Gibt es das Wort &#8220;wettbar&#8221;? Im Duden habe ich keinen entsprechenden Eintrag gefunden.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau O.,</p>
<p>wenn ein Wort nicht im Duden (oder einem anderen Wörterbuch wie zum Beispiel <a href="http://www.canoo.net">Canoonet</a>) steht, bedeutet das nicht unbedingt, dass es das Wort nicht gibt. Kaum jemand würde wohl behaupten, dass es die Wörter <em>Badezimmertür</em>, <em>Abwaschbürste</em> oder (ich habe gerade an ausstehende Gartenarbeiten gedacht) <em>verpflanzbar</em> nicht gibt. Keines von ihnen steht aber im Duden. So findet man in den Wörterbüchern auch bei Weitem nicht alle Ajektive auf ­<em>bar</em> (vgl. <a href="http://canoo.net/blog/2009/11/14/abbildbar-das-suffix-bar-und-das-worterbuch/">hier</a>). Wie steht es nun mit <em>wettbar</em>?</p>
<p>Das Adjektiv <em>wettbar</em> ist mit <em>bar</em> vom Verb <em>wetten</em> abgeleitet. Bei transitiven Verben drückt das Suffix <em>bar</em> in der Regel aus, dass die Verbhandlung mit jemandem oder etwas gemacht werden kann:</p>
<blockquote><p>anwendbar, lieferbar, verpflanzbar</p></blockquote>
<p>Bei intransitiven Verben drückt es aus, dass die Verbhandlung durch jemanden oder etwas gemacht werden kann:</p>
<blockquote><p>brennbar, gerinnbar</p></blockquote>
<p>Manchmal drückt <em>bar</em> auch aus, dass etwas für die Verbhandlung geeignet ist:</p>
<blockquote><p>tanzbar</p></blockquote>
<p>Das Wort <em>wettbar</em> kommt nur selten vor, und zwar als Bildung der dritten Art. Bei Wettbüros u. Ä. wird es offenbar in Verbinung mit z. B. <em>Rennen</em> oder <em>Spiel</em> verwendet: Wenn ein Rennen wettbar ist, kann man auf dessen Ausgang wetten.</p>
<p>Zusammenfassend würde ich sagen, dass <em>wettbar</em> ein Fachwort aus dem Wettgeschäft ist, das in der Allgemeinsprache nicht oder nur sehr selten vorkommt.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Mai und die Entlehnung von Wörtern</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/04/30/der-mai-und-die-entlehnung-von-woertern/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2012/04/30/der-mai-und-die-entlehnung-von-woertern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 11:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Wortgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben vieles, auch viele Wörter, von den Römern übernommen. In Fachsprachen gibt es unzählige lateinische Wörter und Wortelemente, aber auch in der Allgemeinsprache kommen wir nicht ohne sie aus. Latinismen sind überall in unterschiedlicher Form zu finden: Bei den Wochentagen schöpfen wir, außer am Samstag, aus dem eigenen Wort- und Götterfundus: zum Beispiel Sonne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben vieles, auch viele Wörter, von den Römern übernommen. In Fachsprachen gibt es unzählige lateinische Wörter und Wortelemente, aber auch in der Allgemeinsprache kommen wir nicht ohne sie aus. Latinismen sind überall in unterschiedlicher Form zu finden:</p>
<p>Bei den Wochentagen schöpfen wir, außer am Samstag, aus dem eigenen Wort- und Götterfundus: zum Beispiel <em>Sonne</em> und <em>Mond</em> bei <em>Sonn-</em> und <em>Montag</em>, die Gottheiten <em>Donar</em> und <em>Freya</em> bei <em>Donnerstag</em> und <em>Freitag</em>, und der <em>Mittwoch</em> erklärt sich zumindest auf der Wortebene von selbst. Die Namen der Wochentage waren aber stark durch lateinische Begriffe beeinflusst. So wurden zum Beispiel der <em>dies Solis (Tag der Sonne) </em>zum <em>Sonntag,</em> der <em>dies Lunae (Tag des Mondes) </em>zum<em> Montag </em>und<em> Iovis dies (Jupiters Tag)</em> zum <em>Donnerstag (Donars Tag)</em>. Wir haben also einfach lateinische Bezeichnungen für die Wochentage ins Germanische übersetzt.</p>
<p>Bei den Monaten hingegen haben wir alles von den Lateinern übernommen: Von <em>Januar (Ianuarius)</em> bis <em>Dezember (December)</em> gehen alle Monatsnamen direkt auf die Bezeichnungen zurück, die die Römer verwendeten. Wir haben im Laufe der Jahrhunderte nur ein paar Endungen weggelassen <em>(-ius, -is</em>) und an verschiedenen Stellen das Schriftbild mithilfe der Buchstaben <em>J, ä, k</em> und <em>z</em> etwas „entlatinisiert“.</p>
<p>Wie man sieht, gab es im Bereich der Latinisimen (mindestens) zwei verschiedene Übernahmearten: die mehr oder weniger wörtliche Übersetzung wie bei den Wochentagen und die direkte Entlehnung wie bei den Monatsnamen. Wir waren also schon lange vor dem „Zeitalter der Anglizismen“ nicht allzu konsequent bei der Übernahme von Begriffen aus anderen Sprachen.</p>
<p>Heute, an einem Brückentag zwischen dem Sonntag und dem für viele arbeitsfreien Tag der Arbeit, kam beim mir die Frage auf, woher der Monatsname <em>Mai</em> genau stammt. An dieser Stelle wollte ich eigentlich etwas ausholen und eine schöne Wortgeschichte erzählen. Der Monat Mai gibt aber diesbezüglich nicht viel her: Die Römer nannten den Monat <em>Maius</em> und taten dies wahrscheinlich nach einer alten italischen Gottheit des Wachstums (<em>Maius</em> oder <em>Maia</em>). Viel mehr gibt es darüber nicht zu sagen, außer dass die Namen <em>Maius</em> und <em>Maia</em> mit <em>magnus (groß)</em> verwandt sind.</p>
<p>Ich wünsche allen einen schönen Ersten Mai!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In dieser Weise und auf diese Weise</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/04/27/in-dieser-weise-und-auf-diese-weise/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2012/04/27/in-dieser-weise-und-auf-diese-weise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation/Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Satzbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://canoo.net/blog/?p=7916</guid>
		<description><![CDATA[Frage Ich habe eine Frage zu folgendem Satz: „Man könne sehen, in welcher Weise alles miteinander verbunden ist.“ Wie muss man sich das r in „in welcher Weise“ erklären? Man schreibt doch „auf diese Weise“ und nicht „auf dieser Weise“. Antwort Sehr geehrter Herr M., eine schöne, rundum schließende Erklärung für den Unterschied zwischen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Ich habe eine Frage zu folgendem Satz: „Man könne sehen, in welcher Weise alles miteinander verbunden ist.“ Wie muss man sich das r in „in welcher Weise“ erklären? Man schreibt doch „auf diese Weise“ und nicht „auf dieser Weise“.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr M.,</p>
<p>eine schöne, rundum schließende Erklärung für den Unterschied zwischen <em>in dieser Weise</em> und <em>auf diese Weise</em> muss ich Ihnen schuldig bleiben. Das <em>r</em> in <em>dieser</em> gehört zur weiblichen Dativendung <em>er</em>. Nach <em>in</em> steht <em>dieser Weise</em> im Dativ und nach <em>auf</em> steht <em>diese Weise</em> im Akkusativ:</p>
<blockquote><p>auf diese Weise; auf welche Weise; auf meine Weise; auf eine bestimmte Weise; auf keine andere Weise<br />
in dieser Weise; in welcher Weise; in meiner Weise; in einer bestimmten Weise; in keiner anderen Weise</p></blockquote>
<p>Das erklärt aber noch nicht viel. Schließlich können sowohl <em>in</em> also auch <em>auf</em> mit dem Dativ oder dem Akkusativ stehen. Es sind sogenannte <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Praeposition/Kasus/2Kasus.html">Wechselpräpositionen</a>. Bei einer Richtungsangabe <em>(wohin?)</em> stehen sie mit dem Akkusativ, bei einer statischen Ortsangabe <em>(wo?)</em> mit dem Dativ:</p>
<blockquote><p>Sie steigt auf den Berg. ­– Sie wohnt auf dem Berg.<br />
Sie steigt in den Wagen. – Sie sitzt im Wagen.</p></blockquote>
<p>Bei Ihrer Frage geht es aber nicht um eine konkrete räumliche Verwendung von <em>in</em> und <em>auf</em>. Warum man bei nicht räumlicher Verwendung einer Wechselpräposition einen bestimmten Fall wählt, ist oft nicht oder nicht einfach zu erklären.</p>
<p>Nach <em>auf</em> steht bei einer nicht räumlichen Verwendung meistens der Akkusativ (<em>auf keinen Fall, auf den Cent genau</em>; siehe <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Praeposition/Kasus/2Kasus.html#Anchor-auf-27347">hier</a>). Dies gilt auch für <em>auf eine bestimmte Weise</em>.</p>
<p>Nach <em>in</em> steht bei nicht räumlicher und nicht zeitlicher Verwendung der Akkusativ, wenn die Bedeutung „dynamisch“ ist (<em>ins Gespräch kommen, in einen Frosch verwandeln</em>), und der Dativ, wenn die Bedeutung „statisch“ ist (<em>im Gespräch sein, im Notfal</em>l; siehe <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Praeposition/Kasus/2Kasus.html#Anchor-in-29677">hier</a>). In übertragenem Sinne tut man etwas nicht <em>in eine bestimmte Weise hinein</em>, sondern <em>innerhalb einer bestimmten Weise</em>. Deshalb sagt man <em>in einer bestimmen Weise</em>.</p>
<p>Bei der Wechselpräposition <em>in</em> hat der Unterschied zwischen statisch und dynamisch also bei nicht räumlicher Verwendung einen größeren Einfluss auf die Wahl des Falles als bei <em>auf</em>.</p>
<p>Warum dies so ist, weiß ich nicht. Das bisher Gesagte taugt noch nicht einmal als strenge Regel. Schwierig ist hier nämlich, dass es keine genaue Grenze zwischen räumlicher und nicht räumlicher Verwendung gibt. In den folgenden Redewendungen ist das räumliche Bild nämlich noch so gut erkennbar, dass auch nach <em>auf</em> der Unterschied zwischen dynamisch und statisch durch den Kasus angegeben wird:</p>
<blockquote><p>auf großem Fuß leben<br />
jemanden auf die Folter spannen</p></blockquote>
<p>Deutschlernenden bleibt also nichts anderes übrig, als sich dies mühsam zu erarbeiten. Muttersprachige sollten sich entsprechend darüber freuen, dass ihnen meist nicht einmal auffällt, dass hier etwas schwierig sein könnte.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Regelmässig trennen</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/04/25/regelmaessig-trennen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 10:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Regionale Unterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Silbentrennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie denken, im Titel einen Fehler entdeckt zu haben, stimmt das nur bedingt.  Es geht heute um eine Frage, die mich hin und wieder aus der Schweiz erreicht. In der schweizerischen Rechtschreibung gibt es das ß (Eszett) ja nicht. Man verwendet immer ss. Manchmal stellt sich dann am Zeilenende die Frage, wie dieses anstelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie denken, im Titel einen Fehler entdeckt zu haben, stimmt das nur bedingt.  Es geht heute um eine Frage, die mich hin und wieder aus der Schweiz erreicht. In der schweizerischen Rechtschreibung gibt es das <em>ß</em> (Eszett) ja nicht. Man verwendet immer<em> ss</em>. Manchmal stellt sich dann am Zeilenende die Frage, wie dieses anstelle von <em>ß</em> verwendete <em>ss </em>zu trennen ist. Wie also trennt man <em>regelmäßig</em>, wenn man <em>regelmässig</em> schreibt?</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Können Sie mir bitte die korrekte Trennung von „regelmässig“ sagen. Im Duden finde ich nur die deutsche Schreibweise.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau W.,</p>
<p>wenn man <em>ss</em> statt <em>ß</em> schreibt, trennt man <em>ss</em> gleich wie andere Doppelkonsonanten:</p>
<blockquote>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>re-gel-mäs-sig</td>
<td>(re-gel-mä-ßig)</td>
</tr>
<tr>
<td>schweis-sen</td>
<td>(schwei-ßen)</td>
</tr>
<tr>
<td>Straus-sen-fe-der</td>
<td>(Strau-ßen-fe-der)</td>
</tr>
<tr>
<td>gros-se Füs-se</td>
<td>(gro-ße Fü-ße)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>und</p>
<blockquote>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>schweiss-te</td>
<td>(schweiß-te)</td>
</tr>
<tr>
<td>scheuss-lich</td>
<td>(scheuß-lich)</td>
</tr>
<tr>
<td>Fleiss-ar-beit</td>
<td>(Fleiß-ar-beit)</td>
</tr>
<tr>
<td>klei-ne Füss-chen</td>
<td>(kleine Füß-chen)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Die entsprechende Regel finden Sie <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Trennung/Einfache.html#Anchor-Einfache-11481  ">hier</a> (unter „x, ss und ß“).</p>
<p>Das war früher, das heißt vor der Rechtschreibreform, übrigens anders. Damals war man „offiziell“ gehalten, für <em>ß </em>stehendes<em> ss </em>gemeinsam abzutrennen (<em>re-gel-mä-ssig</em>). Wahrscheinlich haben sich aber nur wenige an diese Regel gehalten – sofern sie überhaupt bekannt war. Die mit der Reform eingeführte Änderung ist kaum jemandem aufgefallen, geschweige denn, dass es zu Protesten gekommen wäre. Man trennt in der Schweiz heute also nicht nur in der Praxis, sondern auch mit offzieller „Genehmigung“ der Rechtschreibregelung <em>re-gel-mäs-sig</em>.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
<p>NS: Leser und Leserinnen, die diese schweizerische Schreibgewohnheit nicht kennen, und sich nun vielleicht fragen, wie man überhaupt ohne <em>ß</em> auskommen kann, verweise ich auf den schon etwas älteren Blogeintrag <a href="http://canoo.net/blog/2008/09/11/die-mase-und-die-masse-in-der-schweiz/">„Die Maße und die Masse in der Schweiz“</a>.</p>
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		<item>
		<title>Mit frischem Bärlauch</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/04/21/mit-frischem-baerlauch/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 09:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Essen/Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Satzbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Passend zur Saison (oder ist sie schon wieder vorbei?) gibt es heute eine Bärlauchfrage: Frage Wie heißt es richtig: „Frischkäsecreme mit frischem Bärlauch“ oder „Frischkäsecreme mit frischen Bärlauchblättern“? Bitte bedenken Sie, dass in die Frischkäsecreme mehrere Bärlauchblätter reinkommen Antwort Sehr geehrte Frau K., richtig ist beides, häufiger komt vor: Frischkäsecreme mit frischem Bärlauch Man kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zur Saison (oder ist sie schon wieder vorbei?) gibt es heute eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bärlauch  ">Bärlauch</a>frage:</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Wie heißt es richtig: „Frischkäsecreme mit frischem Bärlauch“ oder „Frischkäsecreme mit frischen Bärlauchblättern“? Bitte bedenken Sie, dass in die Frischkäsecreme mehrere Bärlauchblätter reinkommen <img src='http://canoo.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau K.,</p>
<p>richtig ist beides, häufiger komt vor:</p>
<blockquote><p>Frischkäsecreme mit frischem Bärlauch</p></blockquote>
<p>Man kann <em>Bärlauch</em> als <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Nomen/Bedeutung/index.html#Anchor-Stoffbezeichnungen-14210">Stoffbezeichnung</a> wie zum Beispiel <em>Kaffee, Weizen, Kohlrabi, Feldsalat, Spinat, Brunnenkresse</em> usw. verwenden. Es steht dann <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Nomen/Numerus/Singular.html#Anchor-Stoffbezeichnungen-47857">in der Einzahl</a> und hier <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Artikel/Gebrauch/Ohne.html#Anchor-Stoffbezeichnungen-49575">ohne Artikel</a>. Ob Sie die Frischkäsecreme mit einem halben, einem ganzen oder mehreren Bärlauchblättern zubereiten, spielt dabei keine Rolle. Letzteres gilt natürlich nur für die sprachliche Formulierung, nicht für den Geschmack!</p>
<p>Ihre Frage bringt mich auf die Idee, dieses Wochenende wieder einmal etwas mit Bärlauch zu essen. Mir gefällt der Knoblauchgeschmack der jungen Bärlauchblätter auch zum Beispiel im Salat zusammen mit jungem Spinat, an einer Vinaigrette, dazu frisches Brot – ich komme ganz vom Thema ab &#8230; Vielen Dank für diese Frage!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
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