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	<title>Fragen Sie Dr. Bopp! &#187; Rechtschreibung</title>
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	<description>Deutsche Rechtschreibung und Grammatik</description>
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		<title>Die Erstbeste und der erste Beste</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 13:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Wie schreibt man richtig? Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den Erstbesten anheuern. Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den erstbesten anheuern. Antwort Guten Tag J., richtig ist hier die Großschreibung: Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den Erstbesten anheuern! Das Adjektiv erstbeste wird genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Wie schreibt man richtig?</p>
<blockquote><p>Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den Erstbesten anheuern.<br />
Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den erstbesten anheuern.</p></blockquote>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Guten Tag J.,</p>
<p>richtig ist hier die Großschreibung:</p>
<blockquote><p>Sie glauben doch nicht, dass wir für diese Sache den <em>Erstbesten</em> anheuern!</p></blockquote>
<p>Das Adjektiv <em>erstbeste</em> wird genau gleich wie <em>beste</em> und andere Adjektive behandelt. Wenn es vor einem Substantiv steht, schreibt man es klein:</p>
<blockquote><p>Was wäre gewesen, wenn Eva nur ein wenig nachgedacht hätte, statt die Ratschläge des <em>erstbesten</em> Reptils zu befolgen.<sup>1</sup><br />
Manche hängen ihre Fahnen nach dem <em>erstbesten</em> Wind.<sup>2</sup></p></blockquote>
<p>Wenn <em>erstbeste</em> allein steht, sich aber auf ein vorhergehendes oder nachfolgendes Substantiv bezieht, schreibt man ebenfalls klein, zum Beispiel in diesem unter anderem von Immobilienhändlern verwendeten „Motto“:</p>
<blockquote><p>Besser die beste Lage als die erstbeste!</p></blockquote>
<p>Großgeschrieben wird dann, wenn <em>erstbeste</em> als substantiviertes Adjektiv verwendet wird:</p>
<blockquote><p>Wir fragten den <em>Erstbesten</em>, dem wir auf der Straße begegneten.<br />
Lass dich doch nicht gleich mit der <em>Erstbesten</em> ein!<br />
Titanic – Das endgültige Satirebuch: Das <em>Erstbeste</em> aus 30 Jahren<sup>3</sup></p></blockquote>
<p>Man kann statt <em>erstbeste</em> auch <em>erste beste</em> verwenden. Dann sieht es mit der Groß- und Kleinschreibung wie folgt aus:</p>
<blockquote><p>Das Mädchen heiratet aus Ärger den <em>ersten besten</em> Mann, der ihr in den Weg gelaufen<sup>4</sup><span><br />
</span></p>
<p><span>Lieber die beste Lösung als die <em>erste beste</em>!</span></p>
<p><span>Wir fragten den <em>ersten Besten</em>, dem wir auf der Straße begegneten.<br />
Verlieb die nicht gleich in die <em>erste Beste</em>!</span></p></blockquote>
<p>Den schrecklichen Witz über die Mutter, die ihrer schwangeren Tochter vorwirft, mit dem Erstbesten das Bett geteilt zu haben, worauf diese erwidert, es sei weder der Erste noch der Beste gewesen, erwähne ich hier nur deshalb, weil er mir jedes Mal unweigerlich in den Sinn kommt, wenn es um das Wort <em>erstbeste</em> geht.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp<br />
<small><br />
<sup>1</sup> Anne Weber, <em>Im </em><em>Anfang war</em>, Frankfurt 2000, Suhrkamp Verlag, S. 7<br />
<sup>2</sup> Tomte,<em> Das hier ist Fußball</em>, Album:<em> Ich sang die ganze Zeit von dir</em>, Grand Hotel van Cleef, 2006<br />
<sup>3</sup> Peter Knorr, Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn, Mark-Stefan Tietze,  (Hg.) u.a., <em>Titanic – Das endgültige Satirebuch: Das Erstbeste aus 30 Jahren</em>, Rowohlt Verlag, 2009<br />
<sup>4</sup> Heinrich Heine, <em>Ein Jüngling liebt ein Mädchen</em>, in: <em>Buch der Lieder</em>, 1827</small></p>
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		<title>Scheiß und super</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2012/01/12/scheiss-und-super/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>
		<category><![CDATA[getrennt/zusammen]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei zuen Schuhen und aufen Fenstern ging es Anfang dieser Woche um ein umgangssprachliches Phänomen. Auch heute bleiben wir bei der Umgangssprache, allerdings – wie der Titel schon zeigt – bei einer etwas vulgäreren Ausdrucksweise. Frage Man findet oft in Texten die Verbindung von „Scheiß“ mit einem Substantiv: „Scheiß-Maut“, „Scheiß-Aufgabe“ usw. Wie schreibt man das richtig? Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <em>zuen Schuhen </em>und <em>aufen Fenstern</em> ging es <a href="http://canoo.net/blog/2012/01/08/von-geschlossenen-und-zuen-schuhen/">Anfang dieser Woche</a> um ein umgangssprachliches Phänomen. Auch heute bleiben wir bei der Umgangssprache, allerdings – wie der Titel schon zeigt – bei einer etwas vulgäreren Ausdrucksweise.</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Man findet oft in Texten die Verbindung von „Scheiß“ mit einem Substantiv: „Scheiß-Maut“, „Scheiß-Aufgabe“ usw. Wie schreibt man das richtig? Es ist ja eigentlich nicht richtig im Sinne von „Scheiße“ gemeint, wie z.B. bei „Scheißhaus“, sondern mehr als Adjektiv („die Maut ist scheiße“). Ist es dann besser, wie oben mit Bindestrich zu schreiben („Scheiß-Haus“ ist etwas anderes „als Scheißhaus&#8221;), oder nimmt man das Adjektiv (ohne e: „scheiß Maut“)?</p>
<p>Ich schreibe so etwas nicht <img src='http://canoo.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , aber man kann es oft lesen und ich stolpere immer darüber.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau S.,</p>
<p>man schreibt solche Ausdrücke in einem Wort:</p>
<blockquote><p>Scheißmaut, Scheißaufgaben, Schweißhaus, Scheißschule<br />
scheißfaul, scheißblöd, scheißgemütlich</p></blockquote>
<p>Der Bindestrich dient dazu, unübersichtliche oder missverständliche Zusammensetzungen deutlicher zu gestalten. Er hat nicht die Funktion, Unterschiede zwischen wörtlicher (<em>Scheißhaus</em> = <em>Toilette</em>) und übertragener (<em>Scheißhaus</em> = <em>miserables Haus</em>) Bedeutung anzugeben.</p>
<p>Man schreibt auch (noch) nicht getrennt. Wenn <em>scheiß</em> ein vorangestelltes unveränderliches Adjektiv wäre, müsste anders betont werden. Nun liegt die Hauptbetonung „standardsprachlich“ auf <em>Scheiß</em>-:</p>
<blockquote><p>Schéíßschule, Schéíßhaus, Schéíßmaut</p></blockquote>
<p>wie zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Wéíßkohl, Dúmmkopf, Grátisanzeige</p></blockquote>
<p>Erst wenn <em>scheiß</em> regelmäßig auch unbetont vor einem Substantiv steht, kann man es vielleicht einmal auch getrennt schreiben:</p>
<blockquote><p>diese scheiß Schúle<br />
eine scheiß Àngst</p></blockquote>
<p>Eine solche Entwicklung hat die Vorsilbe <em>super-</em> hinter sich. In der Umgangssprache hat sie sich zu einem eigenständigen, unveränderlichen Adjektiv entwickelt. Dies sieht (oder besser: hört) man an der Betonung: <em>super</em> kann auch unbetont vor einem Nomen stehen:</p>
<blockquote><p>ein Súperangebot – ein super Àngebot<br />
ein Súperteam  – ein super Téám</p></blockquote>
<p>Dabei gibt es nach meinem Sprachgefühl oft einen leichten Bedeutungsunterschied zwischen zum Beispiel <em>Superangebot</em> und <em>super Angebot</em>. Diese Entwicklung hat <em>scheiß</em> (vorläufig?) noch nicht vollendet. Man schreibt hier deshalb standardsprachlich noch besser zusammen, wenn man die Umgangsprache zitiert.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zweimal, 2-mal, 2 x</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/12/20/zweimal-2-mal-2-x/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 16:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Typographie]]></category>
		<category><![CDATA[Abkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>
		<category><![CDATA[getrennt/zusammen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Liebhaber rechtschreiblicher Haarspaltereien: Frage Man sieht häufig in Listen oder in Aufzählungen, dass für einmal, zweimal usw. 1 x, 2 x usw. verwendet wird. Wird das „x“ nun mit Abstand zur Zahl gesetzt oder ohne Abstand? Es ist ja kein Rechenzeichen, sondern ersetzt eine Silbe. Können Sie es mir vielleicht genau sagen und begründen? Antwort Sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Liebhaber rechtschreiblicher Haarspaltereien:</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Man sieht häufig in Listen oder in Aufzählungen, dass für einmal, zweimal usw. 1 x, 2 x usw. verwendet wird. Wird das „x“ nun mit Abstand zur Zahl gesetzt oder ohne Abstand? Es ist ja kein Rechenzeichen, sondern ersetzt eine Silbe. Können Sie es mir vielleicht genau sagen und begründen?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau G.,</p>
<p>die Abkürzung <em>2 x</em> für <em>zweimal</em> ist weder in der Rechtschreibregelung noch in typografischen oder anderen Richtlinien vorgesehen. Ich kann Ihnen deshalb nicht genau sagen und begründen, wie Sie die Abkürzung schreiben müssen. An eine Empfehlung möchte ich mich aber trotzdem wagen:</p>
<p>Davon ausgehend, dass <em>x</em> für <em>mal</em> steht, sehe ich verschiedene Argumentationsmöglichkeiten:</p>
<p style="padding-left: 30px;">a) 2x</p>
<p>Die Ziffer 2<em> </em>steht für <em>zwei</em>, der Buchstabe x steht für <em>mal</em>, also kürzt man <em>zweimal</em> ohne Leerschritt ab.</p>
<p style="padding-left: 30px;">b) 2-x</p>
<p>Es handelt sich um eine Zusammensetzung mit einer Ziffer und einem Einzelbuchstaben. Zusammensetzungen mit Ziffern und Einzelbuchstaben werden mit Bindestrich geschrieben (vgl. <em><a href="http://www.canoo.net/spelling/zweimal  ">2-mal</a>, <a href="http://www.canoo.net/spelling/x-mal">x-mal</a>; </em><a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Bindestrich/Einzelzeichen.html#Anchor-Zusammensetzungen-33869">Regel</a>).</p>
<p>Entsprechend ist die Schreibung a) <em>2x </em>eigentlich falsch. Allerdings darf man <em><a href="http://www.canoo.net/spelling/zweifach">2-fach</a></em> (für <em>zweifach</em>) auch zusammenschreiben: <em><a href="http://www.canoo.net/spelling/zweifach">2fach</a></em>. Wenn man nun beschließt, diese Ausnahme auch für <em>2-x</em> zuzulassen, sind wir wieder bei a).</p>
<p style="padding-left: 30px;">c) 2 x</p>
<p>Man kann <em>zweimal</em> bei besonderer Betonung auch getrennt schreiben: <em>zwei Mal</em>. Die Abkürzung orientiert sich außerdem an der mathematischen Schreibweise (wobei das <em>x</em> nur ein Ersatz für das eigentliche Malzeichen, den mittigen Punkt, ist). Bei Gleichungen setzt man vor und nach dem <em>x</em> ein Leerzeichen: 2 x 5 = <em>zwei mal fünf</em>.</p>
<p>Alle Begründungen sind möglich und vertretbar. Bindende Richtlinien gibt es nicht. Wenn Sie diese Art der Abkürzung überhaupt verwenden wollen, würde ich persönlich empfehlen, die Schreibung c) zu verwenden. Sie folgt dem Gebrauch der Schreibung, von der die Abkürzung abgeleitet ist (Mathematik) und sie wird häufig verwendet. Schreibung a) ist bei strenger Anwendung der amtl. Rechtschreibregeln eigentlich falsch (nur durch Einführung einer neuen Ausnahme zu rechtfertigen) und Schreibung b) kommt schlicht kaum vor. Also:</p>
<blockquote><p>Die Eingabe muss 2 x bestätigt werden.<br />
Wir verlosen 5 x 2 Freikarten!</p></blockquote>
<p>Andere Schreibungen sind aber, wie gesagt, ebenfalls vertretbar.</p>
<p>Am besten gefallen mir außerhalb von mathematischen Gleichungen die ausgeschriebenen Formen <em>zweimal</em> und <em>fünfmal</em>. Über zwei Freikarten würde ich mich allerdings auf jeden Fall freuen, gleichgültig, ob sie nun <em>5x, 5-x, 5 x, 5-mal</em> oder <em>fünfmal</em> verlost werden.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Feiertagswünsche und Kleinbuchstaben</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/12/11/feiertagswuensche-und-kleinbuchstaben/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 11:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gehören Sie zu den Menschen, die auch in E-Mails, SMS, Facebookeinträgen, Tweets und anderen digitalen Mitteilungen noch die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen? Oder verschicken Sie vielleicht sogar noch „analoge“ Feiertagswünsche in Form von Karten, die mit so altertümlichen Dingen wie Mit-der-Hand-Schreiben, Umschlag, Briefmarke und einem Gang zum Briefkasten verbunden sind? Dann ist der folgende, alljährlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gehören Sie zu den Menschen, die auch in E-Mails, SMS, Facebookeinträgen, Tweets und anderen digitalen Mitteilungen noch die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen? Oder verschicken Sie vielleicht sogar noch „analoge“ Feiertagswünsche in Form von Karten, die mit so altertümlichen Dingen wie Mit-der-Hand-Schreiben, Umschlag, Briefmarke und einem Gang zum Briefkasten verbunden sind? Dann ist der folgende, alljährlich wiederkehrende Hinweis wahrscheinlich nicht neu für Sie:</p>
<p>In Feiertagswünschen sollte man Adjektive wie <em>frohe, fröhliche, gesegnete, gutes, neues </em>usw. außer am Zeilenanfang kleinschreiben. Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachen und ein glückliches neues Jahr.</p></blockquote>
<p>Mehr dazu finden Sie in <a href="http://canoo.net/blog/2007/12/07/typisch-vorweihnachtliche-frage-zur-rechtschreibung/">diesem älteren Blogeintrag</a>.</p>
<p>Für digitale Wünsche kommt der Hinweis etwas früh, aber wenn Sie sie handschriftlich auf Papier verschicken möchten, sollten Sie bedenken, dass heute der dritte Advent ist – und in vierzehn Tagen Weihnachten!</p>
<p>Eine weiterhin schöne Adventszeit wünscht Ihnen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wetten, dass &#8230;?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/12/04/wetten-dass/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 09:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Satzzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie es gestern Abend auch gesehen? Irgendwoher müssen die hohen Einschaltquoten ja kommen. Was könnte ich hier noch zu Thomas Gottschalks letzter Sendung schreiben? Fernsehkritik ist nicht mein Fach und sein sprachliches Markenzeichen „Reschpekt“ ist schon des Öfteren erwähnt worden. Mir kommt hier eine andere, ebenfalls nicht allzu taufrische Frage in den Sinn, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie es gestern Abend auch gesehen? Irgendwoher müssen die hohen Einschaltquoten ja kommen. Was könnte ich hier noch zu Thomas Gottschalks letzter Sendung schreiben? Fernsehkritik ist nicht mein Fach und sein sprachliches Markenzeichen „Reschpekt“ ist schon des Öfteren erwähnt worden. Mir kommt hier eine andere, ebenfalls nicht allzu taufrische Frage in den Sinn, die mir vor einiger Zeit gestellt wurde: Ist der „offizielle“ Titel</p>
<blockquote><p>Wetten, dass..?</p></blockquote>
<p>richtig geschrieben? Die Antwort lautet nein. Richtig wäre:</p>
<blockquote><p>Wetten, dass &#8230;?</p></blockquote>
<p>Vor den Auslassungspunkten müsste ein Leerzeichen stehen und die Auslassungspunkte treten immer zu dritt auf, selbst wenn ihnen ein Fragezeichen folgt. Nur wenn den drei Punkten ein weiterer Punkt folgt, wird einer von ihnen „unterschlagen“. Mehr zu den Auslassungspunkten finde Sie <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Interpunktion/Auslassungspunkte.html">hier</a>.</p>
<p>Doch das ist alles ziemlich pedantisch. ZDF, ORF und SF schreiben den Titel nun einmal so. Man liebt die Sendung, man hasst sie oder sie ist einem nicht einmal ein leicht verwundertes Kopfschütteln wert, ganz gleich, ob in ihrem Titel die richtige Anzahl Leerzeichen und Punkte steht oder nicht. Die „wirklich wichtige“ Frage in diesem Zusammenhang lautet sowieso: Gottschalk und dann &#8230;?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schreiben S’ hier einen Apostroph</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/11/24/schreiben-s-hier-einen-apostroph/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 15:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Satzzeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frage, die man sich zum Beispiel dann stellen kann, wenn man wie Frau G. einen ungezwungenen Gesprächston aus südöstlichen deutschsprachigen Gefilden schriftlich wiedergeben möchte: Frage In einem Interview sagte ein Künstler Folgendes: „Lassen s das sein!“ Gemeint ist: „Lassen Sie das sein!“ Wie wird dies aufgeschrieben? Antwort Sehr geehrte Frau G., bei umgangssprachlichen Verkürzungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frage, die man sich zum Beispiel dann stellen kann, wenn man wie Frau G. einen ungezwungenen Gesprächston aus südöstlichen deutschsprachigen Gefilden schriftlich wiedergeben möchte:</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>In einem Interview sagte ein Künstler Folgendes: „Lassen s das sein!“ Gemeint ist: „Lassen Sie das sein!“ Wie wird dies aufgeschrieben?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau G.,</p>
<p>bei umgangssprachlichen Verkürzungen von Wörtern kann man zur Verdeutlichung einen Apostroph verwenden:</p>
<blockquote><p>So ’n Angeber!<br />
So n Angeber!</p>
<p>Willst du ’ne Banane oder ’nen Apfel?<br />
Willst du ne Banane oder nen Apfel?</p></blockquote>
<p>Bei verkürztem <em>Sie</em> ist die Verwendung des Apostrophs üblich:</p>
<blockquote><p>Lassen S’ das sein!<br />
Wann kommen S’ denn wieder zurück?<br />
Sie, gehen S’ weg da, ich seh ja gar nix!</p></blockquote>
<p>Es ist hier nicht möglich, das s (mit oder ohne Apostroph) mit dem vorhergehenden Wort zusammenzuschreiben. Das ist nach den Rechtschreibregeln nur bei verkürztem <em>es</em> möglich (vgl. <a href="http://canoo.net/blog/2007/03/15/wie-gehts-oder-wie-gehts/">hier</a>):</p>
<blockquote><p>Wissen Sie, wie es funktioniert?<br />
Wissen S’, wie’s funktionier?<br />
Wissen S’, wies funktioniert?</p>
<p>Wie wollen Sie es denn haben?<br />
Wie wollen S’ es denn haben?<br />
Wie wollen Sie’s/Sies denn haben?</p></blockquote>
<p>Allerdings nicht:</p>
<blockquote><p>Wie wollen S’’s denn haben?</p></blockquote>
<p>Man sollte es auch beim Verkürzen nicht übertreiben. Mehr zum Apostroph bei Auslassungen finden Sie <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Interpunktion/Apostroph.html#Anchor-Apostroph-49575">hier</a>.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer am besten am Lachen ist</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/10/18/wer-am-besten-am-lachen-ist/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2011/10/18/wer-am-besten-am-lachen-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 16:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Es ist zwar kein gutes Deutsch, aber wenn man schreibt: „Wir waren heute nur am lachen“, schreibt man „lachen“ groß oder klein? Ich hätte es instinktiv kleingeschrieben, weil es ja eine Tätigkeit ist. Aber dann hieß es, am sei eine Präposition und dann werde „lachen“ großgeschrieben. Jetzt bin ich total verwirrt. Laut Regeln schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage </strong></p>
<p>Es ist zwar kein gutes Deutsch, aber wenn man schreibt: „Wir waren heute nur am lachen“, schreibt man „lachen“ groß oder klein? Ich hätte es instinktiv kleingeschrieben, weil es ja eine Tätigkeit ist. Aber dann hieß es, <em>am</em> sei eine Präposition und dann werde „lachen“ großgeschrieben. Jetzt bin ich total verwirrt. Laut Regeln schreibt man Verben, vor denen eine Präposition steht, groß, aber ergibt das einen Sinn? „Wir waren heute nur an dem Lachen?“ Wenn man schreibt: „Ich habe ihn am Lachen erkannt“, das ergibt Sinn. Ich hoffe nun, dass ich mit dieser Frage nicht zur Lachnummer Nr. 1 in ihrem Blog geworden bin .</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr M.,</p>
<p>man schreibt in diesem Fall tatsächlich groß:</p>
<blockquote><p>Wir waren am Lachen.</p></blockquote>
<p>Ebenso zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Das ist zum Lachen.<br />
Sie ist beim Lachen beinah erstickt.<br />
Seid ihr fertig mit Lachen?<br />
Haben Sie sich vom Lachen erholt?</p></blockquote>
<p>Siehe <a href="http://www.canoo.net/spelling/am">hier</a> und <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Gross-klein/Nominalisierung.html#Anchor-Als-47857">hier</a>.</p>
<p>Ihre Frage ist aber keineswegs eine Lachnummer. Es gibt auch Gründe, die für die Kleinschreibung sprechen. Die Wendung <em>am Lachen sein </em>ist standardsprachlich noch nicht vollständig akzeptiert. Sie ist eine Art Zeitform des Verbs, wie es sie zum Beispiel im Englischen gibt:</p>
<blockquote><p>we are laughing = wir sind am Lachen</p></blockquote>
<p>Man nennt diese Form u. a. die rheinische Verlaufsform, weil sie angeblich vor allem am Rhein gebräuchlich ist. Sie kommt aber auch andernorts immer häufiger vor und breitet sich im heutigen Deutsch schnell aus.</p>
<p>Wenn man <em>am Lachen sein </em>in dieser Weise als eine Verbform interpretiert, könnte man auch für die Kleinschreibung argumentieren. Man schreibt schließlich auch die mit <em>am</em> gebildeten Steigerungsformen von Adjektiven klein:</p>
<blockquote><p>gut, besser, am besten<br />
klein, kleiner, am kleinsten<br />
(Mehr zu dieser Schreibung lesen Sie <a href=" http://canoo.net/blog/2009/10/01/warum-%E2%80%9Eam-besten%E2%80%9C-kein-groses-b-hat/">hier</a>.)</p>
<p>ich lache, ich bin am *lachen<br />
ich werde lachen, ich werde am *lachen sein<br />
ich lachte, ich war am *lachen<br />
usw.</p></blockquote>
<p>Die Rechtschreibregeln folgen aber nicht dieser Argumentation, sonder einer anderen: Infinitive schreibt man nach Artikel und Präposition groß. Es gibt hier also zwei mögliche Argumentationen, die einander widersprechen. Die Rechtschreibregelung hat sich in diesem Fall für die Großschreibung entschieden. Man schreibt deshalb die oben mit einem Sternchen gekennzeichneten Formen groß: <em>am Lachen sein</em>.</p>
<p>Ich finde die Großschreibung hier gut vertretbar, nicht so sehr weil diese Verlaufsform nicht allgemein akzeptiert ist, sondern weil sie nicht uneingeschränkt verwendbar ist. Anders als die englische <em>ing</em>-Form steht sie hauptsächlich bei einfachen Infinitiven. Je mehr ein Verb mit weiteren Satzteilen erweitert wird, desto unüblicher ist die Form <em>am</em> + Infinitiv:</p>
<blockquote><p>Wir waren am Reden.<br />
Wir waren miteinander am Reden. (?)<br />
Wir waren über ein anderes Thema am Reden. (?)<br />
Wir waren miteinander über ein anderes Thema am Reden. (??)</p></blockquote>
<p>Die <em>am</em>-Verlaufsform des Verbs ist also (vorläufig?) viel weniger eine systematisch verwendete Flexionsform als die <em>am</em>-Superlativform des Adjektivs. Wenn wir aber alle fleißig <em>am</em>+Infinitiv am Verwenden sind und bleiben, ändert sich das vielleicht eines Tages.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Indirekte Fragen und das Fragezeichen</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/10/04/indirekte-fragen-und-das-fragezeichen/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 16:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Satzzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Indirekte Fragen scheinen bei vielen zu Fragezeichen zu führen. Die Frage lautet: Setzt man ein Fragezeichen oder nicht? Frage Immer zweifle ich bei indirekten Fragen: Braucht es am Ende ein Fragezeichen oder nicht? Zum Beispiel: Kennt sie Weimer gut? Mich würde interessieren, ob sie Weimar gut kennt. Wo wohnt deine Schwester jetzt? Kannst du mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Indirekte Fragen scheinen bei vielen zu Fragezeichen zu führen. Die Frage lautet: Setzt man ein Fragezeichen oder nicht?</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p><strong></strong>Immer zweifle ich bei indirekten Fragen: Braucht es am Ende ein Fragezeichen oder nicht? Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Kennt sie Weimer gut?<br />
Mich würde interessieren, ob sie Weimar gut kennt.</p>
<p>Wo wohnt deine Schwester jetzt?<br />
Kannst du mir sagen, wo deine Schwester jetzt wohnt?</p>
<p>Haben Sie Feuer?<br />
Darf ich Sie fragen, ob Sie Feuer haben?</p></blockquote>
<p>Warum steht nach der indirekten Frage manchmal ein Fragezeichen und manchmal nicht?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Guten Tag Frau M.,</p>
<p>eine indirekte Frage hat keinen Einfluss auf das abschließende Satzzeichen. Sie ist zwar eine Art Frage, aber sie hat als Nebensatz in Sachen Satzzeichen (außer bei den Kommas) nichts einzubringen. Entscheidend für die Wahl des abschließenden Satzzeichens ist der übergeordnete Satz. Am besten sieht man dies vielleicht anhand einiger Beispiele. Die direkten Fragen sind:</p>
<blockquote><p>Kennt sie Weimar gut?<br />
Wo wohnt deine Schwester?</p></blockquote>
<p>Wenn diese Fragen als indirekte Fragen in einem Gesamtsatz erscheinen, geschieht das Folgende:</p>
<p>Übergeordneter Satz = Aussagesatz:</p>
<blockquote><p>Mich würde interessieren, ob sie Weimar gut kennt.<br />
vgl. Mich würde das interessieren.</p>
<p>Ich möchte wissen, wo deine Schwester wohnt.<br />
vgl. Ich möchte das wissen.</p></blockquote>
<p>Übergeordneter Satz = Aufforderungssatz:</p>
<blockquote><p>Erzähl mir, ob sie Weimar gut kennt!<br />
vgl. Erzähl mir das!</p>
<p>Sag mir sofort, wo deine Schwester wohnt!<br />
vgl. Sag mir das sofort!</p></blockquote>
<p>Ein Fragezeichen steht nur dann, wenn der übergeordnete Satz eine Frage ist:</p>
<p>Übergeordneter Satz = Fragesatz:</p>
<blockquote><p>Weißt du, ob sie Weimar gut kennt?<br />
vgl. Weißt du das?</p>
<p>Darf ich dich fragen, wo deine Schwester wohnt?<br />
vgl. Darf ich dich das fragen?</p></blockquote>
<p>Nun wüsste ich natürlich gerne, ob diese Erklärung verständlich ist. Darf ich Sie fragen, ob diese Erklärung verständlich ist? Sagen Sie mir auf der Stelle, ob diese Erklärung verständlich ist! Den letzten Satz sollten Sie bitte unbedingt als Beispielsatz verstehen. Ganz so unfreundlich bin ich nämlich selten.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auch große Zahlen bleiben klein</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/08/30/auch-grosse-zahlen-bleiben-klein/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 17:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Ich habe eine Frage, die mich schon geraume Zeit foltert. Es handelt sich dabei um die Groß- oder Kleinschreibung von ausgeschriebenen Zahlen in einer bestimmen Begriffskonstellation. Beispielsweise: - Heißt es „Flug dreiunddreißig“ oder „Flug Dreiunddreißig“? - Heißt es „Camp einhundertzwei“ oder „Camp Einhundertzwei“? - Heißt es „Sektor fünf“ oder „Sektor Fünf“? Ich habe einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Ich habe eine Frage, die mich schon geraume Zeit foltert. Es handelt sich dabei um die Groß- oder Kleinschreibung von ausgeschriebenen Zahlen in einer bestimmen Begriffskonstellation. Beispielsweise:</p>
<p>- Heißt es „Flug dreiunddreißig“ oder „Flug Dreiunddreißig“?<br />
- Heißt es „Camp einhundertzwei“ oder „Camp Einhundertzwei“?<br />
- Heißt es „Sektor fünf“ oder „Sektor Fünf“?</p>
<p>Ich habe einmal gehört, dass in solchen Fällen die Kleinschreibung richtig ist. Allerdings kommt mit sehr oft die Großschreibung unter. Was stimmt denn nun?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr H.,</p>
<p>darf ich annehmen, dass „foltern“ nur eine rhetorische Übertreibung ist? Rechtschreibfragen sind nämlich nicht so wichtig, dass Sie zu schlaflosen Nächten oder gar geistiger Folter führen sollten. Ich hoffe, dass ich Sie aus dieser quälenden Ungewissheit erlösen kann:</p>
<p>Nach der amtlichen Rechtschreibregelung schreibt man Grundzahlen unter einer Million klein:</p>
<blockquote><p>Flug dreiunddreißig<br />
Camp einhundertzwei<br />
Sektor fünf<br />
Buslinie zwölf<br />
Kapitel zwanzig</p></blockquote>
<p>Oft stellt sich die Frage der Groß- und Kleinschreibung bei Verbindungen dieser Art gar nicht, weil Ziffern verwendet werden:</p>
<blockquote><p>Flug AF5201<br />
Camp 102<br />
Sektor 5<br />
Buslinie 12<br />
Kapitel 20</p></blockquote>
<p>Auch in anderen Zusammenhängen haben Grundzahlen meist einen kleinen Anfangsbuchstaben, wenn man sie <a href="http://canoo.net/blog/2007/02/06/zahlen-schreiben/">in Worten schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>drei Grad über null<br />
eins und zwei gibt/ist/macht drei<br />
Wir treffen uns um halb vier.<br />
Er ist gestern fünf geworden.<br />
Mit siebzehn hat man noch Träume.<br />
Die ersten zehn können hereinkommen.<br />
Euch drei will ich hier nicht mehr sehen!</p></blockquote>
<p>Auch große Zahlen bleiben klein:</p>
<blockquote><p>Auf diese dreitausend mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an.<br />
eine Einwohnerzahl von mehr als zweihundertfünfzigtausend</p></blockquote>
<p>Nur wenn die Zahl an und für sich gemeint ist, schreibt man sie groß:</p>
<blockquote><p>die Ziffer Drei<br />
Schreibt eine Zwei auf euren Zettel!<br />
Im letzten Zeugnis hatte ich eine Vier in Französisch.<br />
Du hast dreimal hintereinander eine Sechs gewürfelt!<br />
Er hat alles auf die Dreizehn gesetzt.<br />
ein rundes Schild mit rotem Rand und einer schwarzen Hundert auf weißem Hintergrund</p></blockquote>
<p>Wenn Sie mehr wissen möchten (zum Beispiel zu Sonderfällen, die es ja immer gibt &#8230;), finden Sie in Canoonet <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Gross-klein/Zahlen.html#Anchor-Grundzahlen-46919">die entsprechenden Regeln</a> und weitere Beispiele für Zahlen wie <a href="http://www.canoo.net/spelling/fünf">fünf</a>, <a href="http://www.canoo.net/spelling/dreißig">dreißig</a> und <a href="http://www.canoo.net/spelling/hundert">hundert</a>.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bei hältst behältst du das t</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/08/22/du-haeltst/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2011/08/22/du-haeltst/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 13:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wieder einmal ein Dauerbrenner in allen Hitparaden der häufig vorkommenden Schreibfehler: Frage Jahrelang schrieb ich „du erhälst“ auf diese Art und fühlte mich dabei ganz sicher, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das eigentlich falsch sei und „erhältst“ geschrieben werden sollte. Meine Nachforschungen auf canoonet bestätigen das zwar, aber in der Praxis sehe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wieder einmal ein Dauerbrenner in allen Hitparaden der häufig vorkommenden Schreibfehler:</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Jahrelang schrieb ich „du erhälst“ auf diese Art und fühlte mich dabei ganz sicher, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass das eigentlich falsch sei und „erhältst“ geschrieben werden sollte. Meine Nachforschungen auf canoonet bestätigen das zwar, aber in der Praxis sehe ich fast nur die erste Variante. Hat das eventuell etwas mit einer schweizerischen Schreibweise zu tun?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau M.,</p>
<p>richtig ist nur <em>du erhältst</em>. Das t vor der Endung st gehört zum Stamm <em>erhalt/erhält</em> des Verbs <em>erhalten</em>. Dies gilt für den gesamten deutschen Sprachraum vom Nord- und Ostseestrand bis hin zum Alpenrand (und darüber hinaus). Alle Formen von <em>erhalten</em> sehen Sie <a href="http://www.canoo.net/inflection/erhalten&amp;features=(Cat+V)  ">hier</a>.</p>
<p>Die Schreibung <em>erhälst</em> kommt deshalb häufig vor, weil man bei der Aussprache das t vor der Endung st oft nicht (gut) hört. Sie gilt aber allgemein als falsch. Dasselbe gilt für <em><a href="http://www.canoo.net/inflection/halten&amp;features=(Cat+V)">halten</a></em> und andere von ihm abgeleitete Verben. Man schreibt zum Beispiel:</p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Du hältst einen Vortrag</td>
<td>(<em>nicht:</em> du hälst)</td>
</tr>
<tr>
<td>Du behältst die Übersicht</td>
<td>(<em>nicht:</em> du behälst)</td>
</tr>
<tr>
<td>Du verhältst dich sonderbar</td>
<td>(<em>nicht:</em> du verhälst dich)</td>
</tr>
<tr>
<td>&#8230;, wo immer du dich aufhältst</td>
<td>(<em>nicht:</em> dich aufhälst)</td>
</tr>
<tr>
<td>&#8230;, wenn du die Augen zuhältst</td>
<td>(<em>nicht:</em> die Augen zuhälst)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Oder ganz einfach gesagt: „Du hältst dich an die Regel, wenn du bei hältst das t behältst.“ Ich habe allerdings schon bessere Eselsbrücken gehört &#8230;</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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