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	<title>Fragen Sie Dr. Bopp! &#187; Anrede</title>
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	<description>Deutsche Rechtschreibung und Grammatik</description>
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		<title>Befehle Er/Sie heute nicht mehr so!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Es geht um die etwas altertümliche Anrede „er“. Benutzt man hierbei bei einem Befehl den Imperativ oder den Konjunktiv? Heißt es also beispielsweise „Gib Er mir das Buch!“ oder „Gebe Er mir das Buch!“? Ich bin auf Beispiele gestoßen, die beide Möglichkeiten nahelegen, aber eine eindeutige Aussage habe ich nicht gefunden. Antwort Sehr geehrter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Es geht um die etwas altertümliche Anrede „er“. Benutzt man hierbei bei einem Befehl den Imperativ oder den Konjunktiv? Heißt es also beispielsweise „Gib Er mir das Buch!“ oder „Gebe Er mir das Buch!“? Ich bin auf Beispiele gestoßen, die beide Möglichkeiten nahelegen, aber eine eindeutige Aussage habe ich nicht gefunden.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr K.,</p>
<p>diese Form der Anrede und Aufforderung ist nicht nur etwas altertümlich, sondern hoffnungslos veraltet. Ob Sie jemanden nun mit „Nehme Er Platz!“ oder „Nimm Er Platz!“ auffordern sich zu setzen, die zu erwartenden Reaktionen sind verwundertes Kopfschütteln, beleidigtes Schnauben,  nicht verstehendes „Wie bitte?“ oder einfach amüsiertes Lächeln. Die Anrede „Er“ für einen Mann oder „Sie“ für eine Frau wurde gegenüber Untergebenen und Standesniedrigeren verwendet.</p>
<blockquote><p>Johann, melde Er der Gräfin meine Ankunft!<br />
Frau Wirtin, hat Sie guten Wein im Hause?</p></blockquote>
<p>Das ist ein weiterer Grund, weshalb man diese Anrede heute nur noch scherzhaft oder in Kostümfilmen und historischen Romanen verwenden sollte.</p>
<p>Eine Aufforderung in der dritten Person steht im Prinzip im Konjunktiv I. Dies ist uns aber nicht bewusst, weil die Formen des Indikativs und des Konjunktivs in der dritten Person Plural (<em>Sie</em>)  identisch sind:</p>
<blockquote><p>Geben Sie mir ein Glas Wasser!<br />
Nehmen Sie Platz!</p></blockquote>
<p>Der Konjunktiv ist nur noch beim Verb <em>sein</em> ersichtlich:</p>
<blockquote><p>Seien Sie still!</p></blockquote>
<p>In den veralteten Befehlsformen der dritten Person Einzahl (<em>Er, Sie</em>) steht ebenfalls der Konjunktiv I. Er ist meistens identisch mit dem Imperativ der zweiten Person Einzahl:</p>
<blockquote><p>Hole Sie ein Glas Wasser!<br />
Sei er still!<br />
Führe Sie die Kinder hinaus!</p></blockquote>
<p>Dabei konnte wie im Imperativ die Endung e wegfallen:</p>
<blockquote><p>Schweig[e] Er!</p></blockquote>
<p>Nur bei den Verben, die im Imperativ Singular einen Ablaut haben, ist der Unterschied ersichtlich:</p>
<blockquote><p>Gebe Er mir ein Glas Wasser! (<em>nicht </em>Gib Er &#8230;!)<br />
Helfe Er mir auf das Pferd! (<em>nicht </em>Hilf Er &#8230;!)<br />
Nehme Sie sich der Kinder an! (<em>nicht </em>Nimm Sie &#8230;!)<br />
Trete Sie näher! (<em>nicht </em>Tritt Sie &#8230;!)</p></blockquote>
<p>Man verwendet hier also nicht die Imperativformen der zweiten (!) Person Singular, sondern die Konjunktiv-I-Formen der dritten Person Singular. Bei so viel Formengleichheit ist es allerdnigs nicht erstaunlich, dass sich nicht immer alle an diese Regel halten und gehalten haben.</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurze Grüße</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2010/11/25/kurze-gruesse/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 14:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation/Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Wenn ich die Grußformel in z. B. einer E-Mail kurz halten will, schreibe ich „lieber Gruß“. Oder wäre „lieben Gruß“ die korrekte Form, wenn ich beim Singular bleiben möchte? Antwort Sehr geehrte Frau B., anders als bei zum Beispiel Guten Tag und Mit lieben Grüßen gibt es bei diesem informellen Gruß (noch?) keine festgelegte Formulierung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Wenn ich die Grußformel in z. B. einer E-Mail kurz halten will, schreibe ich „lieber Gruß“. Oder wäre „lieben Gruß“ die korrekte Form, wenn ich beim Singular bleiben möchte?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau B.,</p>
<p>anders als bei zum Beispiel <em>Guten Tag</em> und <em>Mit lieben Grüßen</em> gibt es bei diesem informellen Gruß (noch?) keine festgelegte Formulierung. Stilistisch ist es eine reine Geschmacksfrage, ob man ihn überhaupt verwenden will und, wenn ja, in welcher Form. Grammatisch sind beide Varianten etwa gleich (un)vertretbar:</p>
<blockquote><p>Ich sende dir einen lieben Gruß =&gt; Lieben Gruß<br />
Ein lieber Gruß geht an dich =&gt; Lieber Gruß</p></blockquote>
<p>Wenn es wirklich so kurz sein soll, können Sie diese Klippe übrigens ganz einfach umgehen, indem Sie den Singular doch verlassen und <em>Liebe Grüße</em> schreiben. Das sind genau gleich viele Buchstaben.</p>
<p>Warum eigentlich so kurz? Ich persönlich finde es immer nett, wenn sich jemand auch in einer E-Mail die Mühe macht, eine Grußformel auszuschreiben. Zum Beispiel:</p>
<p>Mit einem lieben Gruß</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Können du und Sie zu ihr werden?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2010/02/28/konnen-du-und-sie-zu-ihr-werden/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 14:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Wenn ich zwei Personen ansprechen möchte, wobei ich mit der einen per du und mit der anderen per Sie bin (z. B. die Schwiegermama mit ihrer Schwester), spreche ich sie beide mit „ihr“ oder mit „Sie“ an? Antwort Sehr geehrter Herr F., diese Frage kann ich leider nicht eindeutig beantworten. Welche Anrede Sie wählen, hängt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Wenn ich zwei Personen ansprechen möchte, wobei ich mit der einen per du und mit der anderen per Sie bin (z. B. die Schwiegermama mit ihrer Schwester), spreche ich sie beide mit „ihr“ oder mit „Sie“ an?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr F.,</p>
<p>diese Frage kann ich leider nicht eindeutig beantworten. Welche Anrede Sie wählen, hängt davon ab, wie formell die Situation ist und wie formell Sie mit den beteiligten Personen umgehen. In formellen Situationen empfiehlt es sich, <em>Sie</em> zu verwenden oder die Personen einzeln anzusprechen:</p>
<blockquote><p>– Darf ich Ihnen etwas anbieten?<br />
– Darf ich Ihnen, Frau Muster, und dir, Anna, etwas anbieten?</p></blockquote>
<p>In informelleren Situationen darf man meiner Ansicht nach <em>ihr</em> verwenden, auch wenn man sich danach wieder mit <em>Sie</em> an eine der beiden Personen richtet. Es ist sicher nicht grundsätzlich ausgeschlossen und auch nicht völlig unüblich, sich mit <em>ihr</em> an Personen zu richten, die man siezt.  Wenn Sie also sagen</p>
<blockquote><p>– Darf ich euch etwas anbieten?</p></blockquote>
<p>wird die Schwester der Schwiegermutter Ihnen das als angeheiratete Tante kaum übel nehmen und je nach Tageszeit und persönlichen Vorlieben gerne ein Tässchen Kaffee oder ein Gläschen Portwein annehmen.</p>
<p>Eine eindeutige Antwort gibt es also nicht. Es geht hier nicht um Grammatik, sondern um gesellschaftliche Umgangsformen. Vieles hängt von der Situation und dem Verhältnis zu den beteiligten Personen ab. Wahrscheinlich spielt daneben auch die Region eine Rolle: Was in Rostock und Kiel üblich ist, braucht noch lange nicht in Dresden, Saarbrücken, Luzern oder Wien gang und gäbe zu sein. Mit etwas Fingerspitzengefühl gelingt es einem aber meistens ganz gut, den richtigen Ton zu treffen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Großes Du in E-Mails?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2009/08/14/groses-du-in-e-mails/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2009/08/14/groses-du-in-e-mails/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 08:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir schon beim Thema Anreden in Briefen sind (siehe den vorhergehenden Eintrag), hier eine weiter Frage in diesem Zusammenhang: Frage In einem großen Internetforum kam die Frage eines älteren Mitglieds auf, ob die Anrede du nicht großgeschrieben werde. Es entfachte eine kleine Diskussion, die sich auf die folgende Frage reduzieren lässt: Kann die Sonderregel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir schon beim Thema Anreden in Briefen sind (siehe den vorhergehenden Eintrag), hier eine weiter Frage in diesem Zusammenhang:</p>
<p><strong>Frage</strong></p>
<p>In einem großen Internetforum kam die Frage eines <strong>älteren</strong> Mitglieds auf, ob die Anrede <em>du</em> nicht großgeschrieben werde. Es entfachte eine kleine Diskussion, die sich auf die folgende Frage reduzieren lässt: Kann die Sonderregel in §66 der amtlichen Rechtschreibregelung auch auf andere Dinge als den klassischen Brief erweitert werden oder ist es auch nach diesen Regeln zwingend notwendig, Forenanreden (hinzu kommen vielleicht sogar noch Chats und sogar E-Mails?) kleinzuschreiben?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr P.,</p>
<p>es steht zu befürchten, dass ich die Diskussion nicht endgültig beschließen kann. Die Frage lautet, was die amtliche Regelung genau meint:</p>
<blockquote><p>§ 66: Die Anredepronomen <em>du</em> und <em>ihr</em>, die entsprechenden Possessivpronomen <em>dein</em> und <em>euer</em> sowie das Reflexivpronomen <em>sich</em> schreibt man klein.</p>
<p>E: In Briefen können die Anredepronomen <em>du</em> und <em>ihr</em> mit ihren Possessivpronomen auch großgeschrieben werden</p></blockquote>
<p>Wenn man sich buchstäblich an den Text hält  (es gibt nun einmal Leute, die das immer tun&nbsp;&#8230;), ist die Großschreibung von <em>du</em> nur in Briefen möglich. Doch was ist mit „in Briefen“ gemeint? Ich und andere interpretieren es so, dass damit nicht nur klassische Briefe, sondern schriftliche Äußerungen aller Art gemeint sind, in denen sich <em>du</em> oder <em>ihr</em> direkt an jemanden richtet. Es kann sich also auch um Widmungen, interne Memos, E-Mails, Forenbeiträge usw. handeln. Warum?</p>
<p>Es geht um die Möglichkeit (also nicht um die Verpflichtung), die Anrede <em>du</em> oder <em>ihr</em> als Ausdruck der Höflichkeit großzuschreiben. Diese Möglichkeit sollte einem in allen schriftlichen Äußerungen zur Verfügung stehen. Außerdem ist es in der heutige Zeit recht schwierig zu definieren, was genau ein Brief ist. Muss er zum Beispiel unbedingt auf Papier geschrieben sein? Muss er in einem Umschlag stecken? Hat nicht unter anderem die E-Mail in vielen Bereichen die Rolle des Briefes übernommen?</p>
<p>Es ist also eine Frage der Interpretation. Ist mit „in Briefen“ nur der klassische Brief gemeint –&nbsp;oder einfach eine direkt an jemanden gerichtet schriftliche Äußerung? Meine Interpretation kennen Sie nun. Ich bin halt auch schon ein bisschen älter&nbsp;&#8230;</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Stephan Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sehr geehrte(r) Herr und Frau &#8230;</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2009/08/12/sehr-geehrter-herr-und-frau/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 12:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Datums-/Adress-/Literaturangaben]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Kann man in einer Anrede schreiben: Sehr geehrter Herr und Frau Meier oder schreibt man Sehr geehrte Herr und Frau Meier? Antwort Sehr geehrter Herr V., Ihre Frage zeigt, dass keine der beiden Varianten so richtig befriedigend ist. Beide klingen nicht richtig. Wenn ein Adjektiv (hier: geehrt-) sich auf Wörter bezieht, die nicht das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Kann man in einer Anrede schreiben: <em>Sehr geehrter Herr und Frau Meier</em> oder schreibt man <em>Sehr geehrte Herr und Frau Meier</em>?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr V.,</p>
<p>Ihre Frage zeigt, dass keine der beiden Varianten so richtig befriedigend ist. Beide klingen nicht richtig. Wenn ein Adjektiv (hier: <em>geehrt-</em>) sich auf Wörter bezieht, die nicht das gleiche Geschlecht haben (hier: <em>der Herr</em> und <em>die Frau</em>), kann es nämlich nicht weggelassen werden. Siehe <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Satz/Satzgliedbau/Wegfall.html#Anchor-Attribute">diese Grammatikseite</a>.</p>
<p>Es sieht auch nicht viel besser aus, wenn man einen Klammerausdruck verwendet:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte(r) Herr und Frau Meier,</p></blockquote>
<p>Eine solche Klammer ist zwar platzsparend, aber hier ist Platzsparen nicht empfehlenswert. Bei einer höflichen Anrede darf man sich auch in der allzu oft mit dem Ausdruck „schnelllebig“ umschriebenen Moderne ruhig etwas Zeit lassen und etwas Raum in Anspruch nehmen. Am besten ist es deshalb, beide Personen getrennt anzusprechen:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Meier,<br />
sehr geehrter Herr Meier,</p></blockquote>
<p>Auch bei zwei Herren oder zwei Damen sieht die getrennte Anrede besser aus:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Meier,<br />
sehr geehrter Herr Schmidt,</p></blockquote>
<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Meier,<br />
sehr geehrte Frau Schmidt,</p></blockquote>
<p>Dasselbe gilt auch für persönlichere Anreden. Schreiben Sie also besser nicht <em>Liebe Tom und Jerry </em>oder <em>Liebe(r) Anton und Michaela</em> sondern:</p>
<blockquote><p>Lieber Tom, lieber Jerry,</p></blockquote>
<blockquote><p>Lieber Anton, liebe Michaela,</p></blockquote>
<blockquote><p>Mein lieber Onkel, meine lieben Neffen und Nichten,</p></blockquote>
<p>Dies sind übrigens keine festen Regeln, sondern allgemeine Empfehlungen. Wenn Sie einen Brief mit einer anders formulierten Anrede schreiben oder erhalten, ist das also nicht grundsätzlich falsch.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie wird ein Herr gebeugt?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2009/05/13/wie-wird-ein-herr-gebeugt/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2009/05/13/wie-wird-ein-herr-gebeugt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 May 2009 09:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation/Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Regionale Unterschiede]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Beim Korrigieren bin ich auf ein Problem gestoßen und komme nicht weiter: Wann muss man bei folgenden Sätzen ein n anfügen und wann nicht? Ich schaute das Foto mit der weißen Stute noch einmal genau an, welches ich von Herr/Herrn Müller bekommen hatte. Sie raste zum Bauernhof von Herr/Herrn Bucher. Wir waren sehr glücklich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Frage</b></p>
<p>Beim Korrigieren bin ich auf ein Problem gestoßen und komme nicht weiter: Wann muss man bei folgenden Sätzen ein <i>n </i>anfügen und wann nicht?
		</p>
<blockquote>
<p>Ich schaute das Foto mit der weißen Stute noch einmal genau an, welches ich von Herr/Herrn Müller bekommen hatte.<br />
				Sie raste zum Bauernhof von Herr/Herrn Bucher.<br />
				Wir waren sehr glücklich, dass wir Herr/Herrn Zolfekari helfen konnten.</p>
</blockquote>
<p><b>Antwort</b></p>
<p>Sehr geehrte Frau W.,</p>
<p>das Wort <i>Herr</i> wird immer dekliniert, außer wenn es im Nominativ steht oder als direkte Anrede verwendet wird:</p>
<p>Ungebeugt:</p>
<blockquote><p>
			<i>Nominativ:</i><br />
			<b>Herr</b> Christianson hat gesagt, dass &#8230;<br />
			Gestern hat <b>Herr</b> Matthieu angerufen.<br />
			<i>Anrede:<br />
			</i>Ich sehe Sie, <b>Herr</b> Spahn, gerne morgen wieder.<br />
			Ich gratuliere Ihnen, <b>Herr</b> Blum, ganz herzlich zum Geburtstag.
		</p>
</blockquote>
<p>Sonst immer gebeugt, zum Beispiel:</p>
<blockquote>
<p><i>Akkusativ:<br />
				</i>Ich sehe <b>Herrn</b> Spahn morgen wieder.<br />
				Ohne <b>Herrn</b> Trautwein entscheide ich nichts.<br />
				<i>Dativ:<br />
				</i>Ich gratuliere <b>Herrn</b> Blum zum Geburtstag.<br />
				Nicht alle sind mit <b>Herrn </b>Fischer einverstanden.<br />
				<i>Genitiv<br />
				</i><b>Herrn </b>von Guttenberg<b>s</b> Besuch in den USA<br />
				Der Besuch des <b>Herrn</b> von Guttenberg in den USA<br />
				anstelle<b> Herrn</b> Dr. Müller<b>s</b></p>
</blockquote>
<p>Auch in Anschriften schreibt man <i>Herrn</i>, obwohl man das früher übliche<i> an</i> weglässt:</p>
<blockquote>
<p>Herrn<br />
				Daniel Huber<br />
				Baseler Straße 25<br />99999 Musterhausen
			</p>
</blockquote>
<p>Natürlich gibt es auch hierzu wieder eine Ausnahme und auch diesmal wieder aus der Schweiz: Seit einigen Jahren ist es in der Schweiz üblich, in Anschriften nicht mehr den Akkusativ <i>Herrn</i>, sondern die ungebeugte Form <i>Herr</i> zu verwenden:
		</p>
<blockquote>
<p>Herr<br />
				Daniel Huber<br />
				Baslerstrasse 25<br />9999 Musterwil
			</p>
</blockquote>
<p>Das gilt aber nur für das <i>Herr</i> in der Anschrift (und nur in der Schweiz). In einem fortlaufenden Text muss <i>Herr</i> auch in der Schweiz nach den allgemeinen Regeln gebeugt werden.</p>
<p>Da hat man es doch viel einfacher, wenn es um Frauen geht: Die Anrede <i>Frau</i> bleibt immer ungebeugt. Es soll noch einer behaupten, es sei viel komplizierter, mit Frauen umzugehen!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebe Freundinnen und Freunde</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2008/11/19/liebe-freundinnen-und-freunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 14:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Stilistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Abkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[groß/klein]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Kann man anstatt Liebe Freundinnen und Freunde kürzer Liebe FreundInnen (mit großem I) schreiben? Die gleiche Frage stellt sich auch für RätInnen, GenossInnen usw. Antwort Sehr geehrter Herr R., nach der amtlichen Rechtschreibung ist diese Verwendung eines Großbuchstabens im Wortinnern nicht vorgesehen. Es gibt aber verschiedene Alternativen, wie man Frauen und Männer in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Frage</b></p>
<p>Kann man anstatt <em>Liebe Freundinnen und Freunde</em> kürzer <em>Liebe FreundInnen</em> (mit großem I) schreiben? Die gleiche Frage stellt sich auch für <em>RätInnen, GenossInnen</em> usw.</p>
<p><b>Antwort</b></p>
<p>Sehr geehrter Herr R.,</p>
<p>nach der amtlichen Rechtschreibung ist diese Verwendung eines Großbuchstabens im Wortinnern nicht vorgesehen. Es gibt aber verschiedene Alternativen, wie man Frauen und Männer in einem Ausdruck erwähnen kann. Am besten finde ich, wenn möglich nicht abzukürzen:</p>
<blockquote><p>Liebe Kolleginnen und Kollegen<br />
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gesucht<br />
die Rätinnen und Räte<br />
Freundinnen und Freunde</p>
</blockquote>
<p>Wenn Sie zum Beispiel aus Platzgründen abkürzen müssen oder wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>Schrägstrich<br />
<blockquote><p>Liebe Kolleginnen/Kollegen<br />
Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen gesucht<br />
die Rätinnen/Räte<br />
Freundinnen/Freunde</p>
</blockquote>
</li>
<li>Schrägstrich und Ergänzungsstrich<br />
<blockquote><p>Mitarbeiter/-innen gesucht<br />
250 Schüler/-innen</p>
</blockquote>
<p>Diese Schreibweise sollte nur dann verwendet werden, wenn das erste Wort keine Endung hat. Also besser <b>nicht</b>:</p>
<blockquote><p>Kollegen/-innen<br />
Räte/-innen<br />
Freunde/-innen</p>
</blockquote>
</li>
<li>Klammern<br />
<blockquote><p>
Liebe Kolleg(inn)en<br />
Mitarbeiter(innen) gesucht
</p>
</blockquote>
<p>Diese Schreibweise verwenden Sie der Lesbarkeit zuliebe besser nicht, wenn die Wörter unterschiedliche Endungen haben. Also  besser <b>nicht</b>:</p>
<blockquote><p>
Rät(inn)e(n)<br />
Freund(inn)e(n)</p>
</blockquote>
</li>
<li>Großes I im Wortinnern<br />
Diese Variante ist, wie bereits gesagt, offiziell nicht anerkannt. Sie sollte vor allem dann nicht verwendet werden, wenn die Wörter wie z.B. <em>Freund-e</em> und <em>Freundinn-en</em> unterschiedliche Endungen haben.</p>
<blockquote><p>
Liebe KollegInnen<br />
MitarbeiterInnen gesucht</li>
</ul>
<p>Bei <em>Freundinnen und Freunde</em> gibt es also nur eine gute Möglichkeit, abzukürzen:</p>
<blockquote><p>
   Liebe Freundinnen/Freunde</p>
</blockquote>
<p>Eine Anrede wie <em>Liebe Freundinnen und Freunde</em> würde ich persönlich aber immer ausschreiben. Das sieht irgendwie viel höflicher, netter oder respektvoller aus. Und wenn man sieht, wie kompliziert das Abkürzen sein kann, ist Ausschreiben ohnehin zu empfehlen &#8230;</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Guten Tag(,) Frau Schneider – Briefanreden mit oder ohne Komma?</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2008/05/06/guten-tag-frau-schneider-%e2%80%93-briefanreden-mit-oder-ohne-komma/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 10:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Komma]]></category>
		<category><![CDATA[Satzzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Ich habe versucht, auf Ihrer Internetseite folgende Kommasetzung zu finden: Hallo, Frau Schneider! Guten Tag, Herr Schulz! Wir sind uns im Büro leider nicht einig, ob nach Hallo und Guten Tag in Briefanreden ein Komma gesetzt wird oder nicht. Antwort Sehr geehrte Frau Z., es ist nicht besonders verwunderlich, dass Sie sich im Büro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Ich habe versucht, auf Ihrer Internetseite folgende Kommasetzung zu finden:</p>
<blockquote><p>Hallo, Frau Schneider!<br />
Guten Tag, Herr Schulz!</p>
</blockquote>
<p>Wir sind uns im Büro leider nicht einig, ob nach <em>Hallo</em> und <em>Guten Tag</em> in Briefanreden ein Komma gesetzt wird oder nicht.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau Z.,</p>
<p>es ist nicht besonders verwunderlich, dass Sie sich im Büro bei dieser Frage nicht einig werden können. Nach den Beispielen in der DIN 5008 (sie legt Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung fest) schreibt man ohne Komma:</p>
<blockquote><p>Hallo Frau Schneider,<br />
Guten Tag Herr Schulz,</p>
</blockquote>
<p>Nach den Beispielen in Duden &#8211; <em>Richtiges und gutes Deutsch</em> <strong>kann</strong> man nach <em>Hallo</em> ein Komma setzen und <strong>muss</strong> man nach <em>Guten Tag</em> ein Komma verwenden:</p>
<blockquote><p>Hallo[,] Frau Schneider,<br />
Guten Tag, Herr Schulz</p>
</blockquote>
<p>Was ist also richtig? Ich greife hier auf die amtlichen Rechtschreibregeln zurück, die besagen, dass man bei Anreden ein Komma setzt, wenn man sie besonders hervorheben will (siehe <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Amtlich/Interpunktion/pgf71-79.html#pgf79">Regel</a>). Die Unsicherheit entsteht durch den dort stehenden Nebensatz „die besonders hervorgehoben werden sollen“. Man muss hier also nicht unbedingt Kommas verwenden.</p>
<p>Hervorhebung wird in der gesprochenen Sprache u. a. durch eine kurze Pause angegeben. Anreden wie <em>Hallo[,] Frau Meier</em> oder <em>Guten Tag[,] Herr Schulz</em> kann man sowohl mit, als auch ohne Hervorhebung resp. Pause lesen. Entsprechend kann mit oder ohne Komma geschrieben werden.</p>
<p>Soweit ich weiß üblicher und für mein Auge etwas weniger gewöhnungsbedürftig sind übrigens die Briefanreden ohne Komma. Wenn die Anrede länger wird, drängt sich allerdings wieder eher die Verwendung des Kommas auf:</p>
<blockquote><p>Guten Tag, sehr geehrte Frau Schneider,</p>
</blockquote>
<p>Der langen Rede kurzer Sinn: Ein Komma ist nicht notwendig, es kann aber gesetzt werden. Das ist keine eindeutige Regel, aber das macht nichts. Diese Anreden werden ja verwendet, weil sie weniger förmlich sind als das traditionelle <em>Sehr geehrte(r)</em>. Dann darf man sicher auch die Kommasetzung etwas lockerer nehmen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebe Auszubildende(n)?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 09:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konjugation/Deklination]]></category>
		<category><![CDATA[Anrede]]></category>
		<category><![CDATA[Deklination]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Ich habe eine Frage zur Flexion von substantivisch verwendeten Partizipien: Wenn ich meine Azubis anschreiben möchte, heißt es dann Liebe Auszubildende oder Liebe Auszubildenden? Antwort Sehr geehrte Frau S. Die richtige Anrede lautet in diesem Fall: Liebe Auszubildende Das Partizip wird hier wie ein substantiviertes Adjektiv verwendet. Es muss deshalb wie ein ohne Artikelwort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Ich habe eine Frage zur Flexion von substantivisch verwendeten Partizipien: Wenn ich meine Azubis anschreiben möchte, heißt es dann <em>Liebe Auszubildende</em> oder <em>Liebe Auszubildenden</em>?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau S.</p>
<p>Die richtige Anrede lautet in diesem Fall:</p>
<blockquote><p>Liebe Auszubildende</p></blockquote>
<p>Das Partizip wird hier wie ein substantiviertes Adjektiv verwendet. Es muss deshalb wie ein ohne Artikelwort stehendes Adjektiv gebeugt werden. Es hat die gleiche Endung wie das vor ihm stehende Adjektiv <em>liebe</em>.</p>
<p>Ohne Artikelwort stehende Adjektive werden <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Adjektiv/Deklinationstyp/Stark.html">stark gebeugt</a> und Anreden stehen im <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Nomen/Kasus/Nominativ.html">Nominativ</a>. Daraus folgt, dass die beiden Wörter in der Anrede die folgende Form haben müssen: Nominativ Plural starke Flexion.</p>
<ul>
<li>Die Form des Nominativ Plural der starken Flexion finden Sie <a href="http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=inflection&amp;input=Auszubildende&amp;features=(Cat+N)">hier</a>.<br />
=&gt; <em>Auszubildend<strong>e</strong></em></li>
<li>Die Regel zur Deklination zweier aufeinanderfolgender Adjektive steht <a href="http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Adjektiv/Deklinationstyp/index.html#Anchor-Zwei-49575">hier</a>.<br />
=&gt; <em>Lieb<strong>e</strong> Auszubildend<strong>e</strong></em></li>
</ul>
<p>Andere Beispiele sind:</p>
<blockquote><p>Lieb<strong>er</strong> Auszubildend<strong>er</strong><br />
Lieb<strong>e</strong> Studierend<strong>e</strong><br />
Sehr geehrt<strong>e</strong> Beamtinnen und Beamt<strong>e</strong> &#8230;</p></blockquote>
<p>Die Anrede mit der Endung <em>en</em> (<em>Liebe Auszubildenden</em>) wird wohl in Anlehnung an die Pluralform mit Artikelwort (<em>die Auszubildenden</em>) oder Anreden mit anderen Wörter (zum Beispiel <em>Liebe Kollegen</em>) gebildet. Sie kommt recht häufig vor, ist aber als falsch anzusehen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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