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	<title>Fragen Sie Dr. Bopp! &#187; Korrekturprogramme</title>
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	<description>Deutsche Rechtschreibung und Grammatik</description>
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		<title>Word und -bar</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2011/04/26/word-und-bar/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 12:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturprogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Wort unbekannt]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Beispiel: „Insbesondere haftet die Firma nicht für kundeninterne, nicht ohne Weiteres klärbare und bereinigbare Meinungsdifferenzen.“ Warum akzeptiert Word „klärbare“ und „bereinigbare“ nicht? „Verrechenbare Spesen“ will Word in „errechenbare“ oder „berechenbare“ ändern. Wir meinen aber diejenigen Spesen, die wir dem Kunden verrechnen können &#8230; also „verrechenbar“. Antwort Sehr geehrte Frau R., die Formen klärbare, bereinigbare und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p><strong></strong>Beispiel: „Insbesondere haftet die Firma nicht für kundeninterne, nicht ohne Weiteres klärbare und bereinigbare Meinungsdifferenzen.“ Warum akzeptiert Word „klärbare“ und „bereinigbare“ nicht? „Verrechenbare Spesen“ will Word in „errechenbare“ oder „berechenbare“ ändern. Wir meinen aber diejenigen Spesen, die wir dem Kunden verrechnen können &#8230; also „verrechenbar“.</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p><strong></strong>Sehr geehrte Frau R.,</p>
<p>die Formen <em>klärbare</em>, <em>bereinigbare</em> und <em>verrechenbare</em> sind korrekt. Man kann von sehr vielen transitiven Verben ein Adjektiv auf <em>–bar</em> bilden. Wenn etwas <em>x-bar</em> ist, kann es <em>ge-x-t</em> werden: <em>essbar, trinkbar, verschiebbar, aufklappbar, abschließbar, erklärbar </em>usw. usw. Mehr dazu finden Sie <a href="http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Derivation/To-A/Suffixe/bar.html">hier</a>. Es gibt so viele Verben, für die man ein Adjektiv auf <em>–bar</em> bilden kann, und deren Bedeutung ist in der Regel so durchsichtig, dass es kein Wörterbuch gibt, die sie alle auflistet – auch Canoonet nicht.</p>
<p>Warum Ihr Word <em>klärbar</em>, <em>bereinigbar</em> und <em>verrechenbar</em> nicht akzeptiert, weiß ich nicht genau. (Meine Version von Word stört sich übrigens nur an den ersten beiden Wörtern, <em>verrechenbar</em> „rutscht“ problemlos durch die Kontrolle.) Die nicht akzeptieren Wörter stehen wohl nicht im Wörterbuch des Korrekturprogramms. Es verfügt offensichtlich auch nicht über eine Regel, die solche Formen analysieren und erkennen kann. Wenn ein Wort nicht in der Basiswörterliste steht und nicht aufgrund einer Regel erkannt werden kann, muss es wohl falsch sein ­– sagt Word.</p>
<p>Aus diesem Grund darf man Korrekturprogrammen nicht blind vertrauen. Nicht alles, was sie korrigieren, ist tatsächlich falsch. Erst recht gilt übrigens umgekehrt, dass nicht alles, was sie unkorrigiert stehen lassen, auch richtig geschrieben ist! Trotz guter Kontrollprogramme muss – und darf! – man auch selbst noch ein wenig nachdenken.</p>
<p>Nicht alle komplexen Wörter, die einen Verbstamm an erster Stelle haben und auf <em>-bar</em> enden, sind im Übrigen Adjektive: Ist Musik nicht tanzbar, hört man sie selten in der Tanzbar, und wer nicht animierbar ist, dem hilft auch keine Animierbar. Diese Beispiele sind zwar ziemlich forciert, sie zeigen aber, was ein Grund dafür sein könnte, warum ein Korrekturprogramm mit unbekannten Wörtern auf <em>–bar</em> so seine Schwierigkeiten hat.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
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		<title>Seit, seid und das Korrekturprogramm</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2008/12/01/seit-seid-und-das-korrekturprogramm/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 09:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturprogramme]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Weshalb zeigt die weder Rechtschreibeprüfung von MS noch noch der Duden Korrektor Plus einen Fehler an? Ihr seit angekommen. Ihr seid angekommen. Antwort Sehr geehrter Herr F., dass die Rechtschreibkorrekturprogramme den seid/seit-Fehler nicht erkennen, hat damit zu tun, dass solche Programme nicht verstehen, was sie korrigieren. Um den Unterschied zwischen seid und seit zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Weshalb zeigt die weder Rechtschreibeprüfung von MS noch noch der Duden Korrektor Plus einen Fehler an?</p>
<blockquote><p>Ihr seit angekommen.<br />
Ihr seid angekommen.</p></blockquote>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr F.,</p>
<p>dass die Rechtschreibkorrekturprogramme den seid/seit-Fehler nicht erkennen, hat damit zu tun, dass solche Programme nicht verstehen, was sie korrigieren. Um den Unterschied zwischen <em>seid</em> und <em>seit</em> zu erkennen, muss man nämlich den Satzzusammenhang verstehen. Schließlich gibt es beide Wörter in vielen verschiedenen Satzstellungen:</p>
<blockquote><p>Ihr <em>seid seit</em> gestern hier.<br />
<em>Seit</em> wann <em>seid</em> ihr hier?<br />
<em>Seit</em> ihr hier <em>seid</em>, geht alles gut<br />
<em>Seid</em> ihr hier <em>seit</em> dem Anfang der Vorstellung?<br />
Habt ihr <em>seit</em> der Zeit noch etwas von ihm gehört?<br />
Denn ihr <em>seid</em> der Zeit weit voraus.</p></blockquote>
<p>Die Rechtschreibprogramme nehmen aber fast keine Analyse der Wortstellung und schon gar keine Analyse der Satzbedeutung vor. Deshalb können sie nicht entscheiden, ob in Ihrem Beispielsatz <em>seid</em> oder <em>seit</em> stehen muss.</p>
<p>Aus diesem Grund darf man (wie ich auch schon <a href="http://canoo.net/blog/index.php?s=korrekturprogramm">früher</a> einmal erwähnte) den Korrekturprogrammen nicht blind vertrauen. Nicht alles, was sie korrigieren, ist tatsächlich falsch. Erst recht gilt umgekehrt, dass nicht alles, was sie unkorrigiert stehen lassen, auch richtig geschrieben ist! Trotz guter Kontrollprogramme muss – und darf! – man auch selber noch ein wenig nachdenken.</p>
<p>Wann man <em>seit</em> und wann man <em>seid</em> schreiben muss, sehen Sie übrigens <a href="http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=spelling&amp;input=seit">hier</a>.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenig zufriedens-tellende Silbentrennung</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2008/08/25/wenig-zufriedens-tellende-silbentrennung/</link>
		<comments>http://canoo.net/blog/2008/08/25/wenig-zufriedens-tellende-silbentrennung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 09:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturprogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Silbentrennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Mein Word 2007 trennt mir mit der automatischen Silbentrennung das Wort zufriedenstellend immer zufriedens-tellend. Ich weiß, dass man mit der neuen Rechtschreibung st trennen darf (Fens-ter usw.), aber in diesem Fall macht das doch überhaupt keinen Sinn, oder? Ist es trotzdem korrekt? Antwort Sehr geehrte Frau L., richtig trennt man zufrieden-stellend. Man darf st [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Mein Word 2007 trennt mir mit der automatischen Silbentrennung das Wort <em>zufriedenstellend</em> immer<em> zufriedens-tellend</em>. Ich weiß, dass man mit der neuen Rechtschreibung st trennen darf (<em>Fens-ter</em> usw.), aber in diesem Fall macht das doch überhaupt keinen Sinn, oder? Ist es trotzdem korrekt?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau L.,</p>
<p>richtig trennt man <em>zufrieden-stellend</em>. Man darf <em>st</em> zwar trennen, aber nicht an dieser Stelle. Die hier geltende Trennregel lautet nämlich, dass bei zusammengesetzten Wörtern zwischen den Teilen der Zusammensetzung getrennt wird: <em>zufrieden-stellend</em>. Erst dann wird innerhalb der Einzelteile getrennt: <em>zu-frie-den-stel-lend</em>. Ebenso:</p>
<blockquote><p>Abend-stern <em>nicht </em>Abends-tern<br />
Dach-stube <em>nicht </em>Dachs-tube<br />
ein-streichen <em>nicht </em> einst-reichen</p></blockquote>
<p>Die entsprechende Rechtschreibregel finden Sie <a href="http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Trennung/Komplexe.html#Anchor-Zusammengesetzte-49575">hier</a>.</p>
<p>Dann folgen ganz ungefragt ein paar „erbauliche Worte von Dr. Bopp“: Es fällt mir immer wieder auf, dass viele Leute eigentlich viel ungezwungener mit den automatischen Korrekturhilfen umgehen sollten. Diese Programme können nämlich viel, aber nicht alles. Hier kennt das Programm offenbar das Wort <em>zufriedenstellend</em> nicht und es kann auch dessen Zusammenstellung nicht analysieren. Deshalb trennt es falsch, nämlich wie wenn <em>zufriedenstellend</em> ein nicht zusammengesetztes Wort wäre. Wenn Sie also finden, dass ein Korrekturprogramm wie hier einen unsinnigen Vorschlag macht, sollten Sie sich einfach darüber hinwegsetzen. Die Verwendung von Korrekturprogrammen ist zwar sehr nützlich, aber es hilft, wenn man selber auch noch ein bisschen etwas von der Rechtschreibung weiß und dem Programm dann ein wenig selbstbewusster „gegenübertritt&#8221;. Die wichtigsten Regeln kennen wir nämlich auch nach der Reform besser, als viele von uns meinen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
<p>PS: Man kann <em>zufriedenstellend</em> übrigens auch getrennt schreiben: <a href="http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=spelling&amp;input=zufriedenstellend"><em>zufrieden stellend</em></a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Praktikumszeugnis, das Korrekturprogramm und das Fugen-s</title>
		<link>http://canoo.net/blog/2008/08/21/das-praktikumzeugnis-das-korrekturtprogramm-und-das-fugen-s/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Bopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fugenelement]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturprogramme]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage Bei einer Bewerbung hat mein Word-Rechtschreibprogramm mir das Wort Praktikumszeugnis in Praktikumzeugnis korrigiert. Auf allen Zeugnissen, die ich aus Praktika erhalten habe, steht aber Praktikumszeugnis. Was ist richtig? Antwort Sehr geehrter Herr M., das s ist ein sogenanntes Fugenelement. Es entsprach früher dem s des Genitivs. Zum Beispiel: Essenszeit = Zeit des Essens Gesprächsleitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage</strong></p>
<p>Bei einer Bewerbung hat mein Word-Rechtschreibprogramm mir das Wort <em>Praktikumszeugnis</em> in <em>Praktikumzeugnis</em> korrigiert. Auf allen Zeugnissen, die ich aus Praktika erhalten habe, steht aber <em>Praktikumszeugnis</em>. Was ist richtig?</p>
<p><strong>Antwort</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr M.,</p>
<p>das s ist ein sogenanntes Fugenelement. Es entsprach früher dem s des Genitivs. Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Essenszeit = Zeit des Essens<br />
Gesprächsleitung = Leitung des Gesprächs</p></blockquote>
<p>Diese Funktion hat es aber im Laufe der Sprachgeschichte verloren. So kann es zum Beispiel bei weiblichen Wörtern gar kein Genitiv-s sein, weil diese Wörter kein Genitiv-s haben:</p>
<blockquote><p>Heiratsanzeige<br />
Flüchtigkeitsfehler<br />
Mitternachtsmahl</p></blockquote>
<p>Im heutigen Deutschen gibt es einfach nur an, dass zwei Wörter zusammengesetzt sind. Nach bestimmten Endungen (z.B. <em>-heit, -keit, -tum, -ion</em>) MUSS es stehen. Bei anderen Gruppen von Wörtern KANN es stehen. Mehr Angaben dazu finden Sie auf <a href="http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Komposition/WB-Elements/Fuge.html">dieser</a> und <a href="http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Komposition/WB-Elements/Fuge-s.html">dieser</a> Grammatikseite.</p>
<p>Wenn man nun zweifelt und ein Wort – wie hier <em>Praktikum(s)zeugnis</em> – nicht im Wörterbuch steht, kann man die folgende grobe Faustregel anwenden: Schauen Sie bei anderen Zusammensetzungen mit dem gleichen Wort an erster Stelle nach, ob sie mit oder ohne Fugenelement gebildet werden, und machen Sie es dann gleich.</p>
<p>In unserem Wörterbuch stehen zwei <a href="http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=wordformation&amp;input=Praktikum&amp;features=(Cat+N)">zusammengesetzte Wörter </a>mit <a href="http://www.canoo.net/services/Controller?input=Praktikum*&amp;service=canooNet">Praktikum an erster Stelle</a>:</p>
<blockquote><p>Praktikum<strong>s</strong>platz<br />
Praktikum<strong>s</strong>stelle</p></blockquote>
<p>Sie haben beide ein Fugen-s. Demnach heißt es also tatsächlich auch:</p>
<blockquote><p>Praktikum<strong>s</strong>zeugnis</p></blockquote>
<p>Diese Methode funktioniert nicht zu hundert Prozent, sie ist aber im Allgemeinen eine gute Faustregel bei Unsicherheiten.</p>
<p>Man kann natürlich auch mit Hilfe von Webbrowsern das Internet absuchen.  Diese Methode ist aber mit sehr großer Vorsicht zu genießen, da  vor allem bei einer geringen Anzahl Fundstellen eine ganze Reihe von störenden Faktoren eine Rolle spielen kann. Hier ist die Bilanz aber sehr deutlich: über 40.000 Fundstellen für &#8220;Praktikumszeugnis&#8221; gegenüber nur etwas mehr als 400 für &#8220;Praktikumzeugnis&#8221;. Man kann also davon ausgehen, dass die Form <em>Praktikumszeugnis</em> eindeutig die im Deutschen übliche Form ist.</p>
<p>Am besten verlassen Sie sich in solchen Fällen ganz einfach auf Ihr Sprachgefühl und darauf, was Sie in Ihrer sprachlichen Umgebung als allgemein üblich wahrnehmen. Ein Rechtschreibprogramm erfüllt die Kontrolle der Fugenelemente nämlich oft nur (sehr) unvollständig.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Bopp</p>
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